Gabriele Tscherne, Steinberg: Direktvermarktung von Gebäck und Obstbau
Mehr Leidenschaft für die Direktvermarktung geht wohl nicht! Wenn Gabriele Tscherne von ihrer Arbeit spricht, ist das die reinste Schwärmerei: „Das Backen ist einfach meine absolute Leidenschaft – ich kann mir einfach nichts Schöneres und Erfüllenderes vorstellen.“ Deshalb hat sie ihren Beruf als zahnärztliche Assistentin auch an den Nagel gehängt und ist als Quereinsteigerin in die Landwirtschaft gegangen. Ihr Motto: „Klein aber fein“. In vielen Kursen hat sich Tscherne das nötige Know-how dafür geholt, denn neben dem Backen wird am Betrieb in Steinberg auch noch Obstbau betrieben, es gibt Beeren und Legehennen; weitgehend seltene Rassen. „Das Obst, wie Äpfel , Birnen und Kirschen sowie die Beeren verwende ich für meine saisonalen Kuchen – aber auch für Marmeladen und Fruchtmark“, betont die passionierte Direktvermarkterin. Und erzählt: „Angefangen hat alles vor 22 Jahren, da bin ich mit ein paar Germ- und Kuchenspeisen auf den Grazer Lendplatz gefahren. Über die Jahre ist das dann immer mehr geworden – und jetzt förmlich explodiert. Allein bei den Weihnachtskeksen werden es heuer 31 klassische Sorten und elf spezielle für Allergiker sein.“ Gabi Tscherne, selbst Allergikerin, ist nämlich Spezialistin für Unverträglichkeiten und spezielle Ernährungstrends. Vor allem junge Leute würden immer bewusster einkaufen, Produkte aus Dinkelmehl sind gerade ein große Renner – bei Brot und bei Gebäck. Tscherne backt auf Bestellung auch Torten für diverse Anlässe. Und so ist sie über die Jahre zu einer Institution geworden, die weit über den Lendplatz hinaus bekannt ist. „Das ist schon eine wunderbare Motivation. Ich erfahre so viel Zustimmung und Dankbarkeit von den Kundinnen und Kunden, dass mich das manchmal wirklich zu Tränen rührt“, nennt sie einen weiteren Grund für ihre Leidenschaft zur Direktvermarktung. Und: „Da kennt man Leute über Jahrzehnte, da entstehen gute Bekanntschaften und sogar enge Freundschaften.“ All das tröstet sie über Herausforderungen hinweg, die es natürlich auch gibt. Etwa: „Mir ist Frische absolut wichtig. Deshalb stehe ich zur Saison, wie zu Ostern oder jetzt um Weihnachten von halb vier am Morgen bis neun in der Küche – das wird mit dem Alter nicht leichter. Aber es wird zum Glück auch kein bisschen weniger leidenschaftlich.“ Und außerdem gibt es auch immer wieder die Unterstützung von Ehemann Helmut und Sohn Angelo.
- Dirketvermarktung – Brot, Kuchen, Gebäck, viele Spezialprodukte für Allergiker
- Obstbau, Beeren
- 50 (Rasse-)Legehennen
- Zwei Hektar Ackerfläche, gepachtet