Erhard Greinix, vulgo Wessfeit, Edelschrott: Bio-Hühnermast, Mutterkuhhaltung, Energieautarkie
Sich möglichst breit aufstellen, flexibel und stets am Ball sein – das ist die Devise von Erhard Greinix. Er hat seinen Betrieb in Edelschrott nach der Übernahme von seinen Eltern im Jahr 2004 sukzessive umgestaltet und erweitert. „In der Mutterkuhhaltung stehen derzeit 15 Stück im Stall beziehungsweise im Freien, denn die Tiere haben uneingeschränkt Auslauf und sind von Anfang Februar bis Ende November durchgehend draußen. Nur in der wirklich kalten Jahreszeit bleiben sie im Tiefstall.“ Vor acht Jahren hat Greinix den Betrieb um einen Biohühner-Maststall erweitert, 2021 ist ein Voraufzuchtstall dazugekommen. „Wir haben in den Spitzenzeiten jeweils rund 9.600 Hühner in Biohaltung. Das heißt unter anderem, dass die Tiere reines Biofutter bekommen und direkten Auslauf auf die Weide haben“, gibt der engagierte Landwirt Einblick. Rund neun bis zehn Wochen sind die Hühner am Hof, bevor sie für die Vermarktung abgeholt werden. Für die Biohühnermast hat sich Greinix vor allem auch deshalb entschieden, weil sie eine gute Ergänzung zu seinen weiteren Standbeinen darstellt: „Ich habe ja auch noch ein Lohnunternehmen und zusammen mit der Mutterkuhhaltung ist das jetzt ein ideales Gesamtpaket, das sich auch vom Arbeitsaufwand her gut bewältigen lässt. Gerade was die Hühner angeht, ist das auch für meine Tochter bereits alleine schaffbar.“ Ein wahrer Pionier ist Greinix, der mit seiner Frau Eva, seiner Mutter und den Töchtern Julia, 29, und Sabrina, 26, am Hof lebt, übrigens was die Energie-Autarkie angeht. Bereits 2011 hat er eine Photovoltaik-Anlage errichtet, mittlerweile hat er mit seiner 60 Kilowatt-peak-Anlage und einem 200 Kilowattstunden Speicher einen Autarkiegrad von unglaublichen 96 Prozent erreicht.
„Es ist wichtig, auf die Natur zu schauen und im Einklang mit ihr zu arbeiten“, betont der innovative Landwirt seine Arbeits-Philosophie und verweist darauf, „dass gerade die heimische kleinstrukturierte Landwirtschaft einer der größten Umweltschützer ist. Das müsste die Bevölkerung auch so sehen und verstehen.“ Wünsche? „Mein größter, nämlich mein Lebenswerk an die nächste Generation weitergeben zu können, erfüllt sich glücklicherweise – die Töchter zeigen größtes Interesse. Es gibt nämlich nichts Schöneres und Beruhigenderes als zu wissen, dass das Lebenswerk in guten Händen ist und weitergeführt wird.“
- Mutterkuhhaltung
- Biohühner-Mast – mit 9.600 Masthühnern
- Lohnunternehmen
- Insgesamt 34 Hektar, davon 10 Hektar Grünland und 24 Hektar Wald