Schafmilch und Lämmer sind hoch im Kurs
Obwohl Schafmilch und Lammfleisch typische Nischenprodukte sind, wächst die Nachfrage. Und das trotz steigender Schafbestände. „Dennoch ist der Markt langfristig aufnahmefähig“, betont LK-Marktexperte Robert Schöttel. Eine Ausweitung um bis zu 8.000 Lämmer zur Fleischproduktion sei realistisch. Und in der Genussmanufaktur der Weizer Schafbauern könnten heute schon zusätzlich 300.000 Liter Schafmilch verarbeitet werden – Tendenz steigend. Genussmanufaktur-Geschäftsführerin Juliane Wurzinger sucht daher gezielt nach neuen Schafmilchbetrieben: „Wir müssen unsere Abnehmer vertrösten. Eine große Handelskette können wir aktuell mit Milchprodukten der Weizer Schafbauern gar nicht beliefern, andere renommierte Abnehmer versorgen wir mit stark reduzierten Mengen.“ Der positive Effekt: Mit dem Nachfrageplus steigen auch die Preise. Wurzinger betont auch, dass die bisherigen Schafmilchproduzenten sogar im Vollerwerb sind: „Mit dem Verkauf von Milch und Lämmern gibt diese Branche wirklich interessante Perspektiven.“ Der Grund für den Schafmilch- und Lammfleischboom liegt im besonders positiven Image dieser Produkte begründet, so Experte Schöttel. Der wirtschaftliche Erfolg hängt jedoch nicht alleine von der guten Marktlage ab. „Ausschlaggebend ist vor allem auch die Qualität, die ein Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg ist“, sagt Michael Zeiler vom steirischen Schaf- und Ziegenzuchtverband.
Juliane Wurzinger, Weizer Genussmanufaktur
"Benötigen heute schon um die 300.000 Liter mehr Schafmilch."