Biogas kann ein Viertel des Gasbedarfs decken
Österreich verfügt über ein beträchtliches Biomethanpotenzial, das bislang kaum erschlossen wird. Aktuell werden lediglich rund 0,15 TWh Biomethan ins Gasnetz eingespeist - ein Bruchteil dessen, was möglich wäre. Die Österreichische Energieagentur beziffert das theoretische Gesamtpotenzial an erneuerbarem Methan auf rund 88 TWh pro Jahr. Davon sind etwa 20 TWh realisierbar - auf Basis biogener Reststoffe ohne Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion.
Rund 10,7 TWh entfallen auf die Fermentation feuchter Biomasse wie Wirtschaftsdünger, Ernterückstände, Grünschnitt und Lebensmittelabfälle. Weitere 9,6 TWh können durch die thermochemische Vergasung fester, holzartiger Biomasse gewonnen werden. Bei einem aktuellen Erdgasverbrauch von etwa 80 TWh pro Jahr könnte somit ein Viertel des Gasbedarfs durch heimisches Biomethan gedeckt werden. Aufgrund der zu erwartenden Verbrauchsminderung an Gas wird der prozentuelle Anteil von Biomethan künftig sogar auf rund ein Drittel steigen.
Rund 10,7 TWh entfallen auf die Fermentation feuchter Biomasse wie Wirtschaftsdünger, Ernterückstände, Grünschnitt und Lebensmittelabfälle. Weitere 9,6 TWh können durch die thermochemische Vergasung fester, holzartiger Biomasse gewonnen werden. Bei einem aktuellen Erdgasverbrauch von etwa 80 TWh pro Jahr könnte somit ein Viertel des Gasbedarfs durch heimisches Biomethan gedeckt werden. Aufgrund der zu erwartenden Verbrauchsminderung an Gas wird der prozentuelle Anteil von Biomethan künftig sogar auf rund ein Drittel steigen.
Fokus Steiermark
Die Montanuniversität Leoben hat die Potenziale für die Steiermark im Detail untersucht und kommt auf ein erschließbares Gesamtpotenzial von bis zu 3,5 TWh pro Jahr. Davon entfallen rund 1,3 TWh auf Biomethan aus der Fermentation feuchter Biomasse - ein Wert, der sich auch mit der Abschätzung des Umweltbundesamtes weitgehend deckt. Die übrigen rund 2,1 TWh stammen aus der Vergasung fester, holzartiger Biomasse, die dank des Waldreichtums der Steiermark besonders hohes Potenzial bietet.
Hebel: Förderung
Alle Erhebungen unterstreichen: Die Rohstoffbasis für eine signifikante Biomethanproduktion ist vorhanden. Gleichzeitig würde jede zusätzlich erzeugte TWh Biomethan rund 200.000 Tonnen klimaschädliches CO₂ im Vergleich zu fossilem Erdgas einsparen, die Wirtschaft in den Regionen stärken sowie grüne Jobs schaffen. Nun braucht es den Ausbau der Einspeiseinfrastruktur und gezielte Förderinstrumente, um diese Potenziale tatsächlich zu heben.