OM und Bergland bündeln Kräfte
Bei der Generalversammlung der Obersteirischen Molkerei Mitte September in Kobenz stimmten 92 Prozent der 791 anwesenden Stimmberechtigten für die Eingliederung in die Berglandmilch. Schon zuvor sprachen sich Vorstand und Aufsichtsrat der Obersteirischen Molkerei einstimmig dafür aus. Ebenso einstimmig fiel der darauffolgende Beschluss bei der Generalversammlung der Berglandmilch in Aschbach aus. Nun sind Bundeswettbewerbsbehörde und Kartellamt am Zug, um die Eingliederung zu prüfen. Dies könnte innerhalb von zwei bis drei Monaten abgeschlossen sein. „Konkret wird das operative Milchgeschäft der Obersteirischen Molkerei inklusive der Standorte Knittelfeld und Spielberg in die Berglandmilch eingebracht. Umgekehrt erhält die Obersteirische Molkerei 8,81 Prozent Anteil der Berglandmilch“, bestätigt Geschäftsführer Michael Riegler. Kapfenberg wird nicht eingebracht, sondern von der Berglandmilch angemietet. Alle Molkereimitarbeiter werden von der Berglandmilch übernommen. Die bestehende Hofabholung bleibt unangetastet – eine dreitägige Milchabholung wird es im OM-Gebiet mindestens fünf Jahre nicht geben. Ebenso verarbeitet die Berglandmilch alle Milchsorten der Obersteirischen Molkerei. Auf die Frage, warum diese Zusammenarbeit angestrebt wurde, sagt Jakob Karner, der zum stellvertretenden Obmann der Berglandmilch gewählt wurde: „Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit und um die Zukunft. Wir sind überzeugt, dass wir durch diese Zusammenarbeit die Ertragskraft in Zukunft stärken und den harten Wettbewerb besser bestehen können.“ Karner zum Milchpreis: „Durch die neuen Möglichkeiten in der Produktion schaffen wir die Basis, langfristig einen überdurchschnittlichen Milchpreis zu zahlen.“ Positiv beurteilt auch Kammerpräsident Andreas Steinegger das Zusammenrücken der beiden Molkereien: „Dass zwei gesunde bäuerliche Unternehmen ihre Kräfte bündeln, ist ein kluger Schritt und weitsichtig.“