Biogas-Produzenten machen Druck
Derzeit wird wieder das Erneuerbare Gase-Gesetz in der Regierungskoordination verhandelt. 2021 wurden 50 Anlagen in Österreich gesetzlich verpflichtet, ins öffentliche Gasnetz Biomethan einzuspeisen, 15 davon in der Steiermark. Die Verpflichtung gilt für Anlagen mit einer Leistung von mehr als 250 kW, deren Entfernung zum Einspeisepunkt des öffentlichen Gasnetzes kürzer als zehn Kilometer ist. Im Zuge der damaligen gesetzlichen Verpflichtung wurden die Biogasanlagen in eine Strom/Wärme-Schiene und in eine Biomethan-Schiene getrennt. Die Strom/Wärme-Schiene erhielt weiter Verträge zur Einspeisung bis zum 30. Betriebsjahr. Die Biomethan-Schiene eine dreijährige und anschließend eine 1,5-jährige Vertragsverlängerung, die ab Jänner 2027 wieder auszulaufen beginnt.
Verstärken Druck
Wegen der fehlenden gesetzlichen Rahmenbedingungen machen die Biogasbetreiber unter der Federführung von Bundesobmann Hannes Hauptmann Druck, endlich eine gesetzliche Lösung herbeizuführen.
Sein Ziel: ein Beschluss des Erneuerbaren Gase-Gesetzes bei der letzten Nationalratssitzung vor Weihnachten. Die nächsten Wochen sind dafür entscheidend – ohne Lösung stehen diese Anlagen vor dem Aus. Hauptmann, der in Bad Blumau mit seiner Anlage selbst davon betroffen ist, fordert, mindestens drei TWh Biomethan bis 2030 ins öffentliche Netz zu bringen. „Das Mengenziel mit einem Terawatt ist klar zu wenig“, sagt Hauptmann. Weiteres Ziel ist es, bis 2035 den Ausbau auf 6,5 TWh zu erhöhen, wie es das Regierungsprogramm vorsieht. Rückenwind bekommen die Betreiber durch eine vom Wirtschaftsministerium selbst beauftragte Studie.
Wirtschaft profitiert
„Die Studie besagt, dass wir 10.000 Vollarbeitsplätze schaffen, die Wertschöpfung zu 99 Prozent im Inland erfolgt und die Bruttoinlandswertschöpfung 500 Millionen Euro pro Jahr beträgt“, so Hauptmann. Die Wirtschaft profitiert: Baubranche, Elektriker, Metallverarbeiter. Allein in der Steiermark werden bis 2030 bis zu 300 Millionen Euro investiert, in Österreich 1,5 Milliarden Euro. Aus der Landwirtschaft kommen zur Biomethanproduktion Gülle, Mist, Jauche, Reststoffe wie Maisstroh, Getreidestroh, Zwischenfrüchte, biogene Abfälle, überlagerte und verdorbene Produkte. In der Pipeline zur Einspeisung stehen neben den 50 Bestandsanlagen in Österreich auch weitere 50 Neuanlagen.
Verstärken Druck
Wegen der fehlenden gesetzlichen Rahmenbedingungen machen die Biogasbetreiber unter der Federführung von Bundesobmann Hannes Hauptmann Druck, endlich eine gesetzliche Lösung herbeizuführen.
Sein Ziel: ein Beschluss des Erneuerbaren Gase-Gesetzes bei der letzten Nationalratssitzung vor Weihnachten. Die nächsten Wochen sind dafür entscheidend – ohne Lösung stehen diese Anlagen vor dem Aus. Hauptmann, der in Bad Blumau mit seiner Anlage selbst davon betroffen ist, fordert, mindestens drei TWh Biomethan bis 2030 ins öffentliche Netz zu bringen. „Das Mengenziel mit einem Terawatt ist klar zu wenig“, sagt Hauptmann. Weiteres Ziel ist es, bis 2035 den Ausbau auf 6,5 TWh zu erhöhen, wie es das Regierungsprogramm vorsieht. Rückenwind bekommen die Betreiber durch eine vom Wirtschaftsministerium selbst beauftragte Studie.
Wirtschaft profitiert
„Die Studie besagt, dass wir 10.000 Vollarbeitsplätze schaffen, die Wertschöpfung zu 99 Prozent im Inland erfolgt und die Bruttoinlandswertschöpfung 500 Millionen Euro pro Jahr beträgt“, so Hauptmann. Die Wirtschaft profitiert: Baubranche, Elektriker, Metallverarbeiter. Allein in der Steiermark werden bis 2030 bis zu 300 Millionen Euro investiert, in Österreich 1,5 Milliarden Euro. Aus der Landwirtschaft kommen zur Biomethanproduktion Gülle, Mist, Jauche, Reststoffe wie Maisstroh, Getreidestroh, Zwischenfrüchte, biogene Abfälle, überlagerte und verdorbene Produkte. In der Pipeline zur Einspeisung stehen neben den 50 Bestandsanlagen in Österreich auch weitere 50 Neuanlagen.
Kommentar Mag. Rosemarie Wilhelm:
Weil das seit vielen Jahren angekündigte Erneuerbare Gase-Gesetz (EEG) immer wieder verschoben wird, stehen 50 Biogasanlagen vor einer ungewissen Zukunft. 2021 wurden sie gesetzlich verpflichtet, aufbereitetes Biogas als Biomethan ins öffentliche Gasnetz einzubringen. Das dafür notwendige EEG wurde ihnen in Aussicht gestellt – bis heute fehlt es. Ausgerechnet eine vom Wirtschaftsministerium selbst beauftragte Studie liefert nun einen starken Rückenwind für einen Ausbau. Allein die geplanten Investitionen der rund 100 Anlagenbetreiber schlagen sich bis 2030 mit 1,5 Milliarden Euro zu Buche. Davon profitiert zu 99 Prozent die heimische Wirtschaft – von der Baubranche über die Metallverarbeiter bis zu führenden Umwelttechnik-Unternehmen. Nicht zuletzt entstehen durch das Investment in diese Zukunftstechnologie 10.000 dauerhafte Arbeitsplätze, 250.000 Haushalte können mit grünem Gas versorgt werden. Auch das Prämienmodell für die Anlagenbetreiber zur Biomethanproduktion ist für den Staat kostenneutral, werden Steuereinnahmen, CO2-Bepreisung und der aktuelle Gaspreis berücksichtigt. Diese Fakten wiegen schwer. Die Politik ist gefordert, endlich zu handeln.