Wildobstarten: ökologisch wertvoll, forstlich interessant
Was zählt alles zum Wildobst?
Zu den Wildobstarten zählen forstlich interessante Baumarten wie Speierling, Elsbeere, Wildbirne, Wildapfel und Wildkirsche. Ebenso gehören fruchtende Sträucher dazu, etwa Schlehe, Weißdorn, Heckenrose, Kornelkirsche oder Holunder. Sie unterscheiden sich deutlich in Wuchsform, Standortansprüchen und wirtschaftlicher Bedeutung. Gemeinsam ist ihnen, dass sie blühen, fruchten und Wald- sowie Waldrandstrukturen vielfältiger machen.
Forstliches Potenzial gezielt nutzen
Besonders Speierling, Elsbeere und Wildbirne rücken aus forstlicher Sicht stärker in den Fokus. Sie sind heimische Edellaubhölzer, liefern bei entsprechender Qualität wertvolles Holz und sind als Mischbaumarten sehr interessant. Klimamodelle weisen darauf hin, dass wärmeliebende Wildobstarten künftig in vielen Regionen Österreichs passende klimatische Voraussetzungen finden können.
Schon heute reicht ihr standörtliches Eignungsgebiet teils deutlich über ihr derzeitiges Vorkommen hinaus. Auf warmen, lichten und trockenen bis frischen Standorten können sie eine wertvolle Ergänzung in Mischbeständen, an Bestandsrändern oder in Agroforstsystemen sein.
Schon heute reicht ihr standörtliches Eignungsgebiet teils deutlich über ihr derzeitiges Vorkommen hinaus. Auf warmen, lichten und trockenen bis frischen Standorten können sie eine wertvolle Ergänzung in Mischbeständen, an Bestandsrändern oder in Agroforstsystemen sein.
Was Wildobstarten brauchen
Wichtig sind ausreichend Licht, genügend Standraum und eine frühzeitige Förderung, da sie von konkurrenzstarken Baumarten rasch überwachsen oder verdrängt werden. Auf Wertholzsubmissionen hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass hochwertige Stämme von Wildobstarten sehr gefragt sind und gute Preise erzielen.
Pflege entscheidet über Qualität
In der Praxis beginnt die Förderung mit dem Erkennen vorhandener Wildobstbäume. Sie stehen häufig unscheinbar am Waldrand, in lichten Beständen oder im Nebenbestand. Findet man solche Bäume, sollte man sie markieren und bei Eingriffen gezielt erhalten. Danach muss man sie rechtzeitig freistellen, denn Licht und Standraum entscheiden über Vitalität, Kronenentwicklung und Zuwachs. Werden Wildobstarten von Buche, Hainbuche oder anderen konkurrenzstarken Baumarten bedrängt, verlieren sie rasch an Wuchsleistung.
Wer Wertholz erzeugen möchte, muss die Qualität schon in der Jugendphase sichern. Gerade Stämme, vitale Kronen und ausreichend Standraum entstehen nur durch kontinuierliche Pflege. Dazu zählen Verbiss- und Fegeschutz, Formschnitt, konsequente Jungbestandspflege und später wiederholte Kronenfreistellung.
Wer Wertholz erzeugen möchte, muss die Qualität schon in der Jugendphase sichern. Gerade Stämme, vitale Kronen und ausreichend Standraum entstehen nur durch kontinuierliche Pflege. Dazu zählen Verbiss- und Fegeschutz, Formschnitt, konsequente Jungbestandspflege und später wiederholte Kronenfreistellung.
Achtung bei Neupflanzungen
Bei Neupflanzungen kommt es bereits vor der Pflanzung auf standortgerechte Baumartenwahl und gebietsheimisches, genetisch vielfältiges Vermehrungsgut an.
Wertvoll für die Biodiversität
Der ökologische Wert von Wildobst ist breit zu sehen. Während manche Wildobstbäume auch wirtschaftliches Potenzial haben, leisten viele Arten einen wichtigen Beitrag zur Struktur- und Artenvielfalt. Blühende und fruchtende Gehölze bieten Nahrung für Insekten, Vögel und Wild. Dichte Sträucher schaffen geschützte Rückzugs- und Brutmöglichkeiten. Fruchttragende Bäume und Sträucher erhöhen das Äsungsangebot und werten das Landschaftsbild auf.
Ob im Bestand, am Bestandsrand oder in Heckenstrukturen: Wildobstarten schaffen Lebensräume, vernetzen Strukturen und stärken den Biotop- und Artenschutz.
Fazit
Wildobstarten bereichern den Wald auf mehreren Ebenen. Sie können wertvolles Holz liefern und zugleich Struktur- und Artenvielfalt stärken.