Viel Holz für die neue Ferkel-Geburtenstation
Als Pionier der Bio-Schweinehaltung kennt Michael Lamprecht den Markt genau: „Die Preise haben sich gut entwickelt – sie sind mit der Inflation mitgegangen. Mengenmäßig sind wir nach wie vor eine Nische, aber mit Chancen nach oben. Und es gibt einen ständigen Ferkelmangel.“ Sein Vater begann 1995 mit der Bio-Schweinemast. Der Stall hätte größere Investitionen gebraucht. Das war der Anlass, den Betrieb zu überdenken. „In den letzten 15 Jahren haben sich die Genetik und die freie Abferkelung gut weiterentwickelt. Das System funktioniert jetzt gut“, geht Lamprecht zuversichtlich in den neuen Produktionszweig. Aber: „Es wird sicher noch eine große Lernphase geben.“
Besichtigung
Der neue Bio-Sauenstall kann am 8. September, 14 bis 17 Uhr, am Biohof Lamprecht in Takern I/10, 8321 St. Margarethen besichtigt werden. Tiere sind noch nicht darin.
Anmeldung: https://www.bio-austria.at/v/bauern/treffpunkt-biohof-zuchtsauenhaltung-2026
Anmeldung: https://www.bio-austria.at/v/bauern/treffpunkt-biohof-zuchtsauenhaltung-2026
Zu- und Neubau
Die Ausstattung des Stallgebäudes biegt in die Zielgerade ein. Doch bevor die Sauen kommen (Rasse Camborough), lädt er gemeinsam mit Bio Austria Steiermark zu einer Stallbesichtigung (Infobox). Gerade werden die 38 WelCon Bio-Buchten eingebaut, die später im Dreiwochenrhythmus mit 96 Sauen belegt sein sollen. Diese sind links und rechts eines Ganges gespiegelt angeordnet und bieten Auslauf ins Freie. Kot und Harn werden getrennt, entmistet wird mit dem Hoflader.
Viel freundliches Holz
Deckzentrum, Wartebereich und Eberbucht wurden mit einem Zubau zum Bestand gelöst. „Uns war wichtig, dass wir auch die bestehenden Gebäude miteinbinden. Dort haben wir ein Tiefstreusystem, womit wir in der Mast über 30 Jahre lang gute Erfahrungen gemacht haben“, so Lamprecht, der generell möglichst wenig Technik einbauen wollte. Vorerst ist nur die Fütterung automatisiert. Später soll auch das Einstreuen folgen. Das neue Stallgebäude ist aus Kreuzlagenholz (KLH) gebaut, das Dach mit 120-Millimeter dicken Sandwichpaneelen gut isoliert. Großes Raumvolumen sorgt für gutes Stallklima. Bäume sollen künftig beschatten.
Bio-Landwirtschaft
Den wertvollen Bio-Wirtschaftsdünger hält Lamprecht im Kreislauf seines Betriebes. Auf 80 Hektar Acker erzeugt er sein Futter selbst: Gerste, Triticale, ein wenig Weizen, Soja, Körnermais und Ölkürbis bilden mit Zwischenfrüchten die Fruchtfolge. „Künftig werden wir mehr Kleegras für Silage anlegen“, gibt Lamprecht Einblick in seinen Betrieb.