Rinderhaltung in der Steiermark 2025
Rind Steiermark
Die Rind Steiermark ist mit aktuell 5.278 Mitgliedsbetrieben die Mitglieder stärkste bäuerliche Genossenschaft in der Steiermark. 59 Prozent aller rinderhaltenden Betriebe sind Mitglieder in der Genossenschaft. Das Jahr 2025 konnte wirtschaftlich erfolgreich abgeschlossen werden. Die Synergieeffekte durch die Zusammenführung von Zucht und Produktion im Jahr 2023 konnten weiter ausgebaut werden.
Während die Herdebuchkuhbestände und Betriebszahlen in der Fleischrinderzucht leicht ansteigen, nimmt die Betriebszahl bei den Milchbetrieben weiter ab, die Kuhzahlen stagnieren. 13 Rassen werden in der Steiermark züchterisch betreut. Die züchterische Entwicklung bei den wichtigsten Rassen Fleckvieh, Holstein und Brown Swiss ist erfreulich: einem markanten Zuchtfortschritt in der Milchleistung stehen positive genetische Trends in der Nutzungsdauer, Fruchtbarkeit und Eutergesundheit gegenüber. Als wichtige Hebel in der Zucht gewinnen die Herdentypisierung, der Einsatz gesexten Spermas und der Embryotransfer zunehmend an Bedeutung.
Beratung
Die sieben Zuchtberater der Rind Steiermark haben im Berichtszeitraum 2.496 Betriebsberatungen durchgeführt, der größte Teil davon waren Zucht- und Anpaarungsberatungen. Daneben erhalten die Zuchtbetriebe sechsmal im Jahr Anpaarungsvorschläge für alle weiblichen Tiere per Mail.
Vermarktung
2025 war ein Rekordvermarktungsjahr. Es wurden insgesamt 52.015 Rinder mit einem Nettoumsatz von 79 Mio. Euro vermarktet. Davon wurden 25.007 Kälber und Nutzrinder über die wöchentlichen Märkte in Greinbach und Traboch, 19.242 Schlachtrinder und 4.570 Lebendrinder wurden über die Rind Steiermark GmbH sowie 3.196 Zuchtrinder über zwölf Versteigerungen in Greinbach und Traboch sowie über Zuchtrinderexportankäufe vermarktet.
Während die Herdebuchkuhbestände und Betriebszahlen in der Fleischrinderzucht leicht ansteigen, nimmt die Betriebszahl bei den Milchbetrieben weiter ab, die Kuhzahlen stagnieren. 13 Rassen werden in der Steiermark züchterisch betreut. Die züchterische Entwicklung bei den wichtigsten Rassen Fleckvieh, Holstein und Brown Swiss ist erfreulich: einem markanten Zuchtfortschritt in der Milchleistung stehen positive genetische Trends in der Nutzungsdauer, Fruchtbarkeit und Eutergesundheit gegenüber. Als wichtige Hebel in der Zucht gewinnen die Herdentypisierung, der Einsatz gesexten Spermas und der Embryotransfer zunehmend an Bedeutung.
Beratung
Die sieben Zuchtberater der Rind Steiermark haben im Berichtszeitraum 2.496 Betriebsberatungen durchgeführt, der größte Teil davon waren Zucht- und Anpaarungsberatungen. Daneben erhalten die Zuchtbetriebe sechsmal im Jahr Anpaarungsvorschläge für alle weiblichen Tiere per Mail.
Vermarktung
2025 war ein Rekordvermarktungsjahr. Es wurden insgesamt 52.015 Rinder mit einem Nettoumsatz von 79 Mio. Euro vermarktet. Davon wurden 25.007 Kälber und Nutzrinder über die wöchentlichen Märkte in Greinbach und Traboch, 19.242 Schlachtrinder und 4.570 Lebendrinder wurden über die Rind Steiermark GmbH sowie 3.196 Zuchtrinder über zwölf Versteigerungen in Greinbach und Traboch sowie über Zuchtrinderexportankäufe vermarktet.
Landeskontrollverband Steiermark
82,2 Prozent aller Milchkühe in der Steiermark sind der Leistungsprüfung und Qualitätssicherung des LKV Steiermark angeschlossen und liefern somit die Basis für die Weiterentwicklung von Tiergesundheit, Milchqualität und Genetik. Die insgesamt 65.950 Kontrollkühe verteilen sich auf zehn Rassen, wobei Fleckvieh, Holstein und Brown Swiss den Großteil der Kontrollkühe stellen. Alle drei großen Rassenblöcke in der Steiermark hatten in diesem Kontrolljahr deutliche Leistungsanstiege zu verzeichnen. Im Durchschnitt aller Kontrollkühe stieg die Milchleistung gegenüber dem Vorjahr um 109 kg Milch.
Strukturentwicklung
2.391 Betriebe sind in der Steiermark mit Stichtag 30.9.2025 der Milchleistungsprüfung angeschlossen. Das sind um 65 Betriebe (-2,6%) weniger als vor einem Jahr. Der Rückgang an Betrieben fiel in der Steiermark etwas stärker aus als in Österreich. Die Zahl der Kontrollkühe hat um 0,3% (+165 Kühe) leicht zugenommen. Die durchschnittliche Herdengröße ist somit auf 27,6 Kühe je Betrieb angestiegen (+0,8 Kühe je Betrieb). Die Betriebsgrößen liegen somit in der Steiermark leicht (+1,7 Kühe) über dem Österreichschnitt.
Zeitenwende in der Melktechnik
Mittlerweile melken bereits 27 % aller MLP-Kühe in der Steiermark in 338 Roboterbetrieben mit einer Durchschnittsherdengröße von 51,4 Kühen. Dieser Anteil wird in den nächsten Jahren weiter steigen.
Strukturentwicklung
2.391 Betriebe sind in der Steiermark mit Stichtag 30.9.2025 der Milchleistungsprüfung angeschlossen. Das sind um 65 Betriebe (-2,6%) weniger als vor einem Jahr. Der Rückgang an Betrieben fiel in der Steiermark etwas stärker aus als in Österreich. Die Zahl der Kontrollkühe hat um 0,3% (+165 Kühe) leicht zugenommen. Die durchschnittliche Herdengröße ist somit auf 27,6 Kühe je Betrieb angestiegen (+0,8 Kühe je Betrieb). Die Betriebsgrößen liegen somit in der Steiermark leicht (+1,7 Kühe) über dem Österreichschnitt.
Zeitenwende in der Melktechnik
Mittlerweile melken bereits 27 % aller MLP-Kühe in der Steiermark in 338 Roboterbetrieben mit einer Durchschnittsherdengröße von 51,4 Kühen. Dieser Anteil wird in den nächsten Jahren weiter steigen.
Übersicht Leistungsprüfung 2025
| Anzahl Betriebe | Anzahl Tiere | |
| Milchleistungsprüfung | 2.391 | 65.950 |
| Fleischleistungsprüfung | 865 | 6.187 |
| Aufzucht | 227 | 3.953 |
| Schafe/Ziegen | 15 | 806 |
Genostar Rinderbesamung GmbH
196.118 künstliche Besamungen wurden im Jahr 2025 in der Steiermark durchgeführt. Die Besamungen wurden von 89 (-7) Tierärzten, 3 Besamungstechnikern und 1.867 (+31) Eigenbestandsbesamern getätigt.
Im Besamungsunternehmen GENOSTAR wurden mit Stichtag 31.12.2025 172 Stiere gehalten, davon 76 am Standort Gleisdorf. Die konsequente Implementierung der Genomselektion in das Zuchtprogramm bei gleichzeitiger intensiver Kooperation zwischen dem Besamungsunternehmen GENOSTAR und der Zuchtorganisation Rind Steiermark war die Basis für eine erfolgreiche Positionierung heimischer Genetik im internationalen Spitzenfeld. GENOSTAR kooperiert zudem mit den Besamungsunternehmen CRV Deutschland, Besamungsstation Greifenberg (BSG), Bayern, Rinderunion Baden Württemberg (RBW) und OÖ Besamung GmbH.
Im Jahr 2025 wurde im Labor von Genostar die Produktion von gesextem Samen aufgenommen. Das breite Angebot von gesextem Sperma stärkt die internationale Wettbewerbskraft des Unternehmens. Der Anteil von gesextem Sperma ist auch im eigenen Gebiet bei allen Rassen steigend.
Neben der Versorgung der Rinderbetriebe mit Rindersamen bietet das Besamungsunternehmen GENOSTAR Serviceleistungen in der Anpaarungsberatung (Gratisnutzung der Anpaarungs-App für alle Zuchtbetriebe), in der Eigenbestandsbesamerausbildung (144 Teilnehmer in der Ausbildungssaison 2025/26) und in der Versorgung mit Besamungsmaterialien an.
Im Besamungsunternehmen GENOSTAR wurden mit Stichtag 31.12.2025 172 Stiere gehalten, davon 76 am Standort Gleisdorf. Die konsequente Implementierung der Genomselektion in das Zuchtprogramm bei gleichzeitiger intensiver Kooperation zwischen dem Besamungsunternehmen GENOSTAR und der Zuchtorganisation Rind Steiermark war die Basis für eine erfolgreiche Positionierung heimischer Genetik im internationalen Spitzenfeld. GENOSTAR kooperiert zudem mit den Besamungsunternehmen CRV Deutschland, Besamungsstation Greifenberg (BSG), Bayern, Rinderunion Baden Württemberg (RBW) und OÖ Besamung GmbH.
Im Jahr 2025 wurde im Labor von Genostar die Produktion von gesextem Samen aufgenommen. Das breite Angebot von gesextem Sperma stärkt die internationale Wettbewerbskraft des Unternehmens. Der Anteil von gesextem Sperma ist auch im eigenen Gebiet bei allen Rassen steigend.
Neben der Versorgung der Rinderbetriebe mit Rindersamen bietet das Besamungsunternehmen GENOSTAR Serviceleistungen in der Anpaarungsberatung (Gratisnutzung der Anpaarungs-App für alle Zuchtbetriebe), in der Eigenbestandsbesamerausbildung (144 Teilnehmer in der Ausbildungssaison 2025/26) und in der Versorgung mit Besamungsmaterialien an.
Anzahl Rinderbesamungen 2025
| Anzahl Besamungen | Anteil in Prozent (%) | |
| Tierärzte | 84.547 | 43,1 |
| Techniker | 1.501 | 0,8 |
| Eigenbestandsbesamer | 110.070 | 56,1 |
Mutterkuhhaltung
Die Zahl der Mutterkühe ist im Jahr 2025 weiter gesunken. Der Mutterkuhbestand lag am 1. Dezember 2025 bei 34.966 Kühen. Im Vergleich zum Jahr 2024 sank die Zahl der Muttekrühe drastisch um 28,4 Prozent.
ALMO
Almo ist eines der erfolgreichsten Markenprogramme in Österreich. Im Jahr 2025 wurden über 5.000 Qualitätsochsen über die ARGE Rind an die REWE Gruppe geliefert. Der Almo-Verein hat im Jahr 2025 einen neuen Obmann gewählt. Herbert Schrittwieser aus Krieglach folgte Johann Pessl nach.
Rinderpreise auf höchstem Niveau
Im Jahr 2025 zogen die Rinderpreise auf einen bisherigen Höchstpreis an. Diese erfreuliche Situation konnte für alle Kategorien verzeichnet werden. Verantwortlich dafür sind einerseits die sinkenden Bestandszahlen und die Rückgänge bei den Schlachtungen von bis zu acht Prozent in der EU und andererseits die gute Nachfrage im Export (besonders von Kuhfleisch). Die Mastbetriebe mussten einen Teil des höheren Erlöses für die Kälber und Einsteller ausgeben, wo die Preise ebenfalls deutlich nach oben gegangen sind.
Arbeitskreise Milch- und Rinderproduktion
Die Arbeitskreise Milch- und Rinderproduktion sind ein bewährtes Weiterbildungsinstrument zur gezielten Weiterentwicklung bäuerlicher Betriebe. In kleinen, praxisnahen Gruppen unterstützen sie Bäuerinnen und Bauern dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und ihre Betriebe wirtschaftlich und zukunftsfit auszurichten.
Milchproduktion - Kennzahlen schaffen Klarheit
Im Jahr 2025 waren 314 Milchviehbetriebe in 17 regionalen Arbeitskreisen organisiert, rund 25 Prozent davon biologisch wirtschaftend. Die große Vielfalt der teilnehmenden Betriebe sorgt für einen wertvollen Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe. Die Arbeitskreisberatung baut auf drei zentrale Säulen auf: valide Kennzahlen, offenes Lernen voneinander und unabhängige Betriebschecks direkt am Betrieb. In 85 Weiterbildungsveranstaltungen mit über 900 Teilnehmer:innen standen Praxis, Austausch und konkrete Umsetzbarkeit im Fokus. Die verpflichtende Teilkostenauswertung macht Wirtschaftlichkeit und Effizienz transparent und bildet die Grundlage für betriebliche Entscheidungen. Ergänzend wurden über 140 Betriebschecks durchgeführt und rund 380 Grundfutterproben gezogen. So konnten Stärken gezielt ausgebaut und Verbesserungspotenziale gemeinsam erarbeitet werden.
Rinderproduktion - Wirtschaftlichkeit im Fokus
An den Arbeitskreisen Rinderproduktion nahmen 55 Betriebe in fünf überregionalen Arbeitskreisen (Mutterkuh-, Stier- und Ochsenmast) teil. In 16 Veranstaltungen sowie begleitenden Betriebschecks standen wirtschaftliche Kennzahlen, Grundfutterqualität und praxisnahe Lösungsansätze im Mittelpunkt.
Mehrwert für die Betriebe
Die Arbeitskreisberatung 2025 zeigte erneut: transparente Kennzahlen, ehrlicher Erfahrungsaustausch und individuelle Lösungsansätze sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Die teilnehmenden Betriebe profitieren von höherer Entscheidungssicherheit, gezielter Weiterentwicklung und einem starken Netzwerk – eine wichtige Grundlage für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Rinder- und Milchwirtschaft in der Steiermark.
Milchproduktion - Kennzahlen schaffen Klarheit
Im Jahr 2025 waren 314 Milchviehbetriebe in 17 regionalen Arbeitskreisen organisiert, rund 25 Prozent davon biologisch wirtschaftend. Die große Vielfalt der teilnehmenden Betriebe sorgt für einen wertvollen Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe. Die Arbeitskreisberatung baut auf drei zentrale Säulen auf: valide Kennzahlen, offenes Lernen voneinander und unabhängige Betriebschecks direkt am Betrieb. In 85 Weiterbildungsveranstaltungen mit über 900 Teilnehmer:innen standen Praxis, Austausch und konkrete Umsetzbarkeit im Fokus. Die verpflichtende Teilkostenauswertung macht Wirtschaftlichkeit und Effizienz transparent und bildet die Grundlage für betriebliche Entscheidungen. Ergänzend wurden über 140 Betriebschecks durchgeführt und rund 380 Grundfutterproben gezogen. So konnten Stärken gezielt ausgebaut und Verbesserungspotenziale gemeinsam erarbeitet werden.
Rinderproduktion - Wirtschaftlichkeit im Fokus
An den Arbeitskreisen Rinderproduktion nahmen 55 Betriebe in fünf überregionalen Arbeitskreisen (Mutterkuh-, Stier- und Ochsenmast) teil. In 16 Veranstaltungen sowie begleitenden Betriebschecks standen wirtschaftliche Kennzahlen, Grundfutterqualität und praxisnahe Lösungsansätze im Mittelpunkt.
Mehrwert für die Betriebe
Die Arbeitskreisberatung 2025 zeigte erneut: transparente Kennzahlen, ehrlicher Erfahrungsaustausch und individuelle Lösungsansätze sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Die teilnehmenden Betriebe profitieren von höherer Entscheidungssicherheit, gezielter Weiterentwicklung und einem starken Netzwerk – eine wichtige Grundlage für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Rinder- und Milchwirtschaft in der Steiermark.