Forstliches Marktwesen
Holzmarktbericht
Die monatliche Berichterstattung bildet die marktrelevanten Geschehnisse in Bezug auf die Steiermark ab. Die Preisstatistiken ausgewählter Rundholz-Sortimente, sowie ein kurzer Abriss über die Marktlage werden auf der Homepage der LK Steiermark veröffentlicht.
Die aktuellen Darstellungen des Holzmarktes auf der von der LK-Österreich betriebenen Web-Seite www.holz-fair-kaufen.at beinhaltet auch die aktuellen Marktentwicklungen aus der Steiermark. Zusätzlich zu diesen digitalen Informationen werden die Marktgeschehnisse in den kammerinternen Printmedien abgedruckt.
Die Medien „Neues Land“, sowie der bundesweite Bericht der Landwirtschaftskammer Österreich runden das Informationsspektrum ab.
Die aktuellen Darstellungen des Holzmarktes auf der von der LK-Österreich betriebenen Web-Seite www.holz-fair-kaufen.at beinhaltet auch die aktuellen Marktentwicklungen aus der Steiermark. Zusätzlich zu diesen digitalen Informationen werden die Marktgeschehnisse in den kammerinternen Printmedien abgedruckt.
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Holzeinschlag
Zu Beginn jedes Jahres - am Ende des ersten Quartals - wird die Holzeinschlagsmeldung vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft veröffentlicht. Diese Daten geben eine gute Übersicht der zwischen 1. Jänner und 31. Dezember auf Holzboden geschlägerten Holzmengen des Vorjahres.
Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Einschlagszahlen in der Steiermark bedingt durch die Marktlage und die rückläufigen Schadholzmengen um -5,45 % bedeutend stärker als im Österreichschnitt mit -2,36 %. Wurden 2024 landesweit 5,931 Mio. Efm (Ö: 20,031 Mio. Efm) geerntet, verringerten sich die steirischen Holzmengen 2025 auf 5,608 Mio. Efm (Ö: 19,559 Mio. Efm). Die Aufteilung in Sägerundholz, Industrieholz (Schleifholz, Faserholz) und Energieholz stellt sich wie in Tabelle 1 angeführt dar.
Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Einschlagszahlen in der Steiermark bedingt durch die Marktlage und die rückläufigen Schadholzmengen um -5,45 % bedeutend stärker als im Österreichschnitt mit -2,36 %. Wurden 2024 landesweit 5,931 Mio. Efm (Ö: 20,031 Mio. Efm) geerntet, verringerten sich die steirischen Holzmengen 2025 auf 5,608 Mio. Efm (Ö: 19,559 Mio. Efm). Die Aufteilung in Sägerundholz, Industrieholz (Schleifholz, Faserholz) und Energieholz stellt sich wie in Tabelle 1 angeführt dar.
| Steiermark | Österreich | |||
| Sortiment | 2025 (Efm) | Anteil am Einschlag 2025 (%) | 2025 (Efm) | Anteil am Einschlag 2025 (%) |
| Sägerundholz | 3,358 | 59,87 | 11,020 | 56,34 |
| Industrieholz | 0,971 | 17,32 | 3,223 | 16,48 |
| Energieholz | 1,279 | 22,80 | 5,316 | 27,18 |
Tabelle 1: Vergleich der eingeschlagenen Hauptsortimente 2025 zwischen Steiermark und Bundesebene
Gegenüber 2024 ist die Schadholzmenge deutlich gesunken. Die Abnahme um 1,588 Mio. fm im Vergleich zum Vorjahr senkte den Schadholzanteil somit auf 38,81 % des Gesamteinschlages. Somit lag der Schadholzanteil in der Steiermark 2025 geringfügig über dem Österreichschnitt, der 32,63 % betrug.
Vor allem der Kleinwald reagierte auf die guten Rahmenbedingungen und die Nachfrage im Bereich Sägerundholz, verlegte die Ernte hauptsächlich in die Altbestände und präsentierte sich der Industrie als verlässlicher Partner mit einer marginalen Mengenreduktion von -1 % im Vergleich zu 2024.
Vor allem der Kleinwald reagierte auf die guten Rahmenbedingungen und die Nachfrage im Bereich Sägerundholz, verlegte die Ernte hauptsächlich in die Altbestände und präsentierte sich der Industrie als verlässlicher Partner mit einer marginalen Mengenreduktion von -1 % im Vergleich zu 2024.
Holzmarktentwicklungen
Nach einem sehr schadholzreichen Jahr 2024 nahm die Planbarkeit der Waldbewirtschaftung 2025 aufgrund geringer Kalamitäten wieder ein normales Niveau ein. Für die Holzernte herrschten ab dem vierten Quartal 2025 in den steirischen Wäldern perfekte Bedingungen. Die Rundholzmengen haben vor allem ab dem Jahresbeginn 2026 deutlich zugenommen. Die Nachfrage nach Sägerundholz während des ersten Quartals 2026 auf hohem Niveau, während niedrige Preise bei Industrie und Energieholz die erwartbare Marktdynamik dämpften.
Das Fichtenleitsortiment fand eine angemessene Bepreisung, welche zwischen 125 und 130 €/fm netto frei Forststraße lag. Mit Beginn der Laubholzsaison war die Nachfrage nach Eiche und Esche in allen Qualitäten lebhaft, das Preisniveau entsprach dem Vorjahr. Bei anderen Baumarten konzentrierte sich die Nachfrage auf hochwertige Qualitäten.
Gleichzeitig belasteten hohe Energie- und Personalkosten sowie eine schwache, inflationsbedingt gedämpfte Konsumnachfrage die heimische Wirtschaft. Die Konjunktur entwickelte sich nur sehr flach, was die Erwartungen vorsichtig bleiben ließ. Industrieholzsortimente verzeichneten seit ca. März eine steigende Nachfrage, notwendige Preisanpassungen wurden umgesetzt.
Der Energieholzmarkt wurde durch die intensive Heizsaison belebt. Der Mehrverbrauch und sinkende Lagerbestände der Heizwerke führten regional zu leichten Preisanhebungen, die Nachfrage nahm leicht zu.
Für das Fichten Leitsortiment hat sich im Beobachtungszeitraum eine Bandbreite der Holzpreise von 104,00 bis 130,00 Euro pro Festmeter frei Forststraße ergeben. Woraus sich - wie in Abbildung 1 abgebildet - ein durchschnittlicher Holzerlös von 90,29 Euro pro Festmeter für den ausgewählten „Fichten-Musterstamm“ ergibt.
Das Fichtenleitsortiment fand eine angemessene Bepreisung, welche zwischen 125 und 130 €/fm netto frei Forststraße lag. Mit Beginn der Laubholzsaison war die Nachfrage nach Eiche und Esche in allen Qualitäten lebhaft, das Preisniveau entsprach dem Vorjahr. Bei anderen Baumarten konzentrierte sich die Nachfrage auf hochwertige Qualitäten.
Gleichzeitig belasteten hohe Energie- und Personalkosten sowie eine schwache, inflationsbedingt gedämpfte Konsumnachfrage die heimische Wirtschaft. Die Konjunktur entwickelte sich nur sehr flach, was die Erwartungen vorsichtig bleiben ließ. Industrieholzsortimente verzeichneten seit ca. März eine steigende Nachfrage, notwendige Preisanpassungen wurden umgesetzt.
Der Energieholzmarkt wurde durch die intensive Heizsaison belebt. Der Mehrverbrauch und sinkende Lagerbestände der Heizwerke führten regional zu leichten Preisanhebungen, die Nachfrage nahm leicht zu.
Für das Fichten Leitsortiment hat sich im Beobachtungszeitraum eine Bandbreite der Holzpreise von 104,00 bis 130,00 Euro pro Festmeter frei Forststraße ergeben. Woraus sich - wie in Abbildung 1 abgebildet - ein durchschnittlicher Holzerlös von 90,29 Euro pro Festmeter für den ausgewählten „Fichten-Musterstamm“ ergibt.
Mit Beginn des Iran Krieges im Nahen Osten verschlechterte sich der Schnittholzabsatz dramatisch, wodurch sich auch die Rundholznachfrage immens eintrübte. Preisnachlässe im Rahmen von ca. 10 Euro pro fm stellten sich mit dem 2. Quartal 2026 zusätzlich ein.
Zusätzlich verschärfen klimatische und Forstschutz - Faktoren die Lage erheblich. Trockenheit, steigende Temperaturen sowie die Schäden durch Schnee- und Windwurf im Februar und März mit Schadschwerpunkten im Süden und Osten der Steiermark haben zu lokal umfangreichen jedoch bewältigbaren Schadholzmengen geführt. Da deren Aufarbeitung und Abtransport vielfach verzögert erfolgen, steigt das Risiko einer großflächigen Borkenkäfermassenvermehrung stark an. Teilweise liegen bereits erhebliche Mengen an fängischem Holz im Wald und erhöhen die Gefährdungslage weiter.
Auch wirtschaftliche Risiken für die Waldbesitzer nehmen zu, insbesondere bei Lieferungen auf Tagespreisbasis, während Fixpreisvereinbarungen zwar Preisstabilität bieten, jedoch das Qualitätsrisiko bei verzögerter Abnahme auf die Lieferantenseite verlagern. Nahe Marktprognosen lassen für den weiteren Marktverlauf leichte Mengenzugeständnisse erhoffen, wobei große Sprünge sehr unwahrscheinlich sind.
Zusätzlich verschärfen klimatische und Forstschutz - Faktoren die Lage erheblich. Trockenheit, steigende Temperaturen sowie die Schäden durch Schnee- und Windwurf im Februar und März mit Schadschwerpunkten im Süden und Osten der Steiermark haben zu lokal umfangreichen jedoch bewältigbaren Schadholzmengen geführt. Da deren Aufarbeitung und Abtransport vielfach verzögert erfolgen, steigt das Risiko einer großflächigen Borkenkäfermassenvermehrung stark an. Teilweise liegen bereits erhebliche Mengen an fängischem Holz im Wald und erhöhen die Gefährdungslage weiter.
Auch wirtschaftliche Risiken für die Waldbesitzer nehmen zu, insbesondere bei Lieferungen auf Tagespreisbasis, während Fixpreisvereinbarungen zwar Preisstabilität bieten, jedoch das Qualitätsrisiko bei verzögerter Abnahme auf die Lieferantenseite verlagern. Nahe Marktprognosen lassen für den weiteren Marktverlauf leichte Mengenzugeständnisse erhoffen, wobei große Sprünge sehr unwahrscheinlich sind.
Die Schere zwischen Kosten und Erlösen wird immer enger
Aus den Daten des Arbeitskreises Forst lassen die in Abbildung 2 dargestellten Kosten der teilnehmenden Betriebe für die letzten 5 Jahre ablesen. Mit einem Anteil der Gesamtkosten von knapp 60 Euro pro fm im Jahr 2024 ist es immens herausfordernd einen positiven Betriebserfolg zu erwirtschaften.
Holzeinschlag in der Steiermark in 1.000 Festmeter
| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | |
| Gesamtholzeinschlag | 3.854 | 5.122 | 5.395 | 5.241 | 5.931 | 5.608 |
| Schadholz | 1.492 | 1.348 | 2.049 | 2.636 | 3.764 | 2.176 |
Tabelle 2: Einschlagszahlen laut HEM der letzten 6 Jahre
Holzpreise Fichte ABC, 2b+
| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | |
| Durchschnitt in Euro | 78,96 | 104,88 | 115,16 | 103,86 | 104,00 | 115,88 |
Tabelle 3: Durchschnittlicher Holzpreis im Fichtenleitsortiment der letzten 6 Jahre (Netto frei Waldstraße)
Holzpreise [€/Festmeter]
| 2025 | Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
| Sägrrundholz | 108,70 | 108,60 | 108,10 | 110,90 | 111,50 | 112,30 | 114,30 | 118,90 | 120,10 | 125,20 | 125,50 | 126,40 |
| Schleifholz | 47,00 | 47,00 | 45,00 | 43,50 | 43,50 | 43,50 | 43,50 | 43,50 | 43,50 | 43,50 | 43,50 | 44,00 |
| Faserholz | 38,50 | 38,50 | 38,00 | 38,00 | 38,00 | 38,00 | 38,00 | 38,00 | 38,00 | 38,00 | 38,00 | 38,00 |
Tabelle 4: Holzpreise ausgewählter Sortimente für 2025 auf Monatsbasis (Netto frei Waldstraße)
Im Laubholzbereich ist die Eiche nach wie vor das die gefragteste Baumart. Lediglich bei den schlechteren Eichenqualitäten beginnt die Nachfrage leicht zu sinken. Die häufigste heimische Laubbaumart - nämlich die Rotbuche lässt sich hinsichtlich Mengenabsatz als zufriedenstellend zu beurteilen, wenn auch kaum preisliche Anreize zu verspüren sind.
Holzübernahme
Auch 2025 wurde intensiv an Arbeiten zur Steigerung der Transparenz und Nachvollziehbarkeit in der Übernahme von Sägerundholz gearbeitet.
Die im Auftrag der Kooperationsplattform Forst – Holz – Papier entwickelte Schulungsinitiative für Rundholzübernehmer auf Rundholzübernahmeanlagen wird in einem abwechselnden Modus an den Forstlichen Ausbildungsstätten und am HTK – Kuchl geschult. Der enorme Wissensgewinn bezüglich Holzvermessung und zur Holzsortierung wird von den Kursteilnehmen besonders hervorgehoben. Diese Schulungsinitiative ist nicht nur für Angestellte in Sägebetrieben, sondern auch für die Lieferanten aus der Forstwirtschaft konzipiert!
Aktuelle und zukünftige Arbeitsschwerpunkte bei der Schnittstelle der Holzübernahme liegen im Bereich der Prozessorientierung und der Datenübertragung. Transparenz und Nachvollziehbarkeit ist ein Muss bei der Übernahme. Neue technische Entwicklungen machen es möglich, in Kooperation zwischen Forst und Industrie den Übernahmeprozess umfassend zu beleuchten und exakte Abläufe zu definieren.
Die im Auftrag der Kooperationsplattform Forst – Holz – Papier entwickelte Schulungsinitiative für Rundholzübernehmer auf Rundholzübernahmeanlagen wird in einem abwechselnden Modus an den Forstlichen Ausbildungsstätten und am HTK – Kuchl geschult. Der enorme Wissensgewinn bezüglich Holzvermessung und zur Holzsortierung wird von den Kursteilnehmen besonders hervorgehoben. Diese Schulungsinitiative ist nicht nur für Angestellte in Sägebetrieben, sondern auch für die Lieferanten aus der Forstwirtschaft konzipiert!
Aktuelle und zukünftige Arbeitsschwerpunkte bei der Schnittstelle der Holzübernahme liegen im Bereich der Prozessorientierung und der Datenübertragung. Transparenz und Nachvollziehbarkeit ist ein Muss bei der Übernahme. Neue technische Entwicklungen machen es möglich, in Kooperation zwischen Forst und Industrie den Übernahmeprozess umfassend zu beleuchten und exakte Abläufe zu definieren.