Abteilung Pflanzen - Referat Pflanzenbau 2025
Ackerbau
Die Körnermaisernte 2025 war aufgrund einer ausgeweiteten Maisfläche um 5,8 % höher als im Jahr 2024.
Die Maisernte in der Steiermark belief sich auf 609.192 t (2024: 576.066 t) bei einem Durchschnittsertrag von 121,9 dt/ha. Der durchschnittliche Maisertrag war um 4,5 % höher als im Jahr davor, wo er noch bei 116,7 dt/ha lag. Die höhere Maisernte resultierte einerseits aus einem höheren Maisertrag und andererseits aus einer höheren Maisanbaufläche von 1,3 % auf 49.977 ha (2024: 49.351 ha).
Zentrales Problem des Maisanbaues 2025 war in erster Linie die extreme Trockenheit in den Monaten Mai und Juni in den südlichen Maisanbaugebieten. Die ausreichenden Niederschläge in den größeren Anbaugebieten der Osteiermark verzeichneten jedoch Rekorderträge. Die hohen Niederschläge im August und September waren dabei wiederum kontraproduktiv, da die Fusariuminfektion im Vergleich zum Vorjahr zunahm. Die stärksten Ertragseinbußen verzeichneten Landwirte im Gegensatz zum Vorjahr auf den leichten Böden des Murtals.
Bei den Untersuchungen des KOFUMA-Projektes der AGES mit den Ländern wurde im Durchschnitt der Maissorten 2017: 862 µg, 2018: 620 µg, 2019: 1.375 µg, 2020: 1.387 µg, 2021: 304 µg, 2022: 412 µg, 2023: 1.172 µg, 2024 ein Wert um die Nachweisgrenze von 200 µg und im Vorjahr 425 µg DON/Kilogramm Futter festgestellt.
Die Maispreise haben sich aufgrund hoher Maiserträge in Europa, trotz miserabler Ertäge in Südosteuropa, im Vergleich zum Jahr 2024 auf 209 € (2024 - 232 €) je Tonne inklusive Umsatzsteuer reduziert.
Die Silomaisfläche betrug im Berichtsjahr 2025 10.428 ha und lag damit etwas niedriger als 2024 (10.997 ha).
Getreide
Bei den Getreideerträgen schlug sich im Jahr 2025 die ideale Niederschlagsaktivität im Mai und das hohe Strahlungswetter im Juni auf den Ertrag positiv nieder. Rekordhohe Erträge waren bei gut geführten Beständen mit Halmverkürzung möglich. Im Durchschnitt sah die Steiermark 15 bis 20 % höhere Erträge als im Jahr davor.
Die Ertragszahlen der Statistik Austria zeigen bei Weizen Erträge von 68,6 dt/ha (2024: 59,5 dt/ha) und Erträge bei Gerste 73,8 dt/ha im Vergleich zu 65,5 dt/ha im Jahr 2024. Die Qualität hinsichtlich Fusariuminfektionen war im Jahr 2025 zu 2024 aufgrund der trockenen Abreifebedingungen nochmals deutlich besser. Sowohl gegrubberte als auch gepflügte Flächen zeigten Infektionswerte unter der Nachweisgrenze von 200 µg/kg.
Die Arbeiten des Ackerbaureferates im Jahr 2024 konzentrierten sich auf Vorträge zu den Themen Mais, Getreide und Alternativen, sowie das Abhalten von landwirtschaftlichen Meisterkursen und die Veranstaltung von Flurbegehungen zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Kulturen, wie Mais, Getreide, Soja und Hirse. Ein neuer Schwerpunkt war die Verhandlung um die Neuregelung der GLÖZ 6 Maßnahmen.
Daneben wurden zahlreiche Artikel zu ackerbaulichen Themen verfasst. Die Veranstaltungen wurden im Rahmen der Winterkurstätigkeit bei Maisbau- und Getreidebautagen als auch bei Feldbegehungen zusätzlich als Webinare abgehalten. Auch die Präsenzveranstaltungen genossen wieder verstärkte Aufmerksamkeit.
Die Maisernte in der Steiermark belief sich auf 609.192 t (2024: 576.066 t) bei einem Durchschnittsertrag von 121,9 dt/ha. Der durchschnittliche Maisertrag war um 4,5 % höher als im Jahr davor, wo er noch bei 116,7 dt/ha lag. Die höhere Maisernte resultierte einerseits aus einem höheren Maisertrag und andererseits aus einer höheren Maisanbaufläche von 1,3 % auf 49.977 ha (2024: 49.351 ha).
Zentrales Problem des Maisanbaues 2025 war in erster Linie die extreme Trockenheit in den Monaten Mai und Juni in den südlichen Maisanbaugebieten. Die ausreichenden Niederschläge in den größeren Anbaugebieten der Osteiermark verzeichneten jedoch Rekorderträge. Die hohen Niederschläge im August und September waren dabei wiederum kontraproduktiv, da die Fusariuminfektion im Vergleich zum Vorjahr zunahm. Die stärksten Ertragseinbußen verzeichneten Landwirte im Gegensatz zum Vorjahr auf den leichten Böden des Murtals.
Bei den Untersuchungen des KOFUMA-Projektes der AGES mit den Ländern wurde im Durchschnitt der Maissorten 2017: 862 µg, 2018: 620 µg, 2019: 1.375 µg, 2020: 1.387 µg, 2021: 304 µg, 2022: 412 µg, 2023: 1.172 µg, 2024 ein Wert um die Nachweisgrenze von 200 µg und im Vorjahr 425 µg DON/Kilogramm Futter festgestellt.
Die Maispreise haben sich aufgrund hoher Maiserträge in Europa, trotz miserabler Ertäge in Südosteuropa, im Vergleich zum Jahr 2024 auf 209 € (2024 - 232 €) je Tonne inklusive Umsatzsteuer reduziert.
Die Silomaisfläche betrug im Berichtsjahr 2025 10.428 ha und lag damit etwas niedriger als 2024 (10.997 ha).
Getreide
Bei den Getreideerträgen schlug sich im Jahr 2025 die ideale Niederschlagsaktivität im Mai und das hohe Strahlungswetter im Juni auf den Ertrag positiv nieder. Rekordhohe Erträge waren bei gut geführten Beständen mit Halmverkürzung möglich. Im Durchschnitt sah die Steiermark 15 bis 20 % höhere Erträge als im Jahr davor.
Die Ertragszahlen der Statistik Austria zeigen bei Weizen Erträge von 68,6 dt/ha (2024: 59,5 dt/ha) und Erträge bei Gerste 73,8 dt/ha im Vergleich zu 65,5 dt/ha im Jahr 2024. Die Qualität hinsichtlich Fusariuminfektionen war im Jahr 2025 zu 2024 aufgrund der trockenen Abreifebedingungen nochmals deutlich besser. Sowohl gegrubberte als auch gepflügte Flächen zeigten Infektionswerte unter der Nachweisgrenze von 200 µg/kg.
Die Arbeiten des Ackerbaureferates im Jahr 2024 konzentrierten sich auf Vorträge zu den Themen Mais, Getreide und Alternativen, sowie das Abhalten von landwirtschaftlichen Meisterkursen und die Veranstaltung von Flurbegehungen zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Kulturen, wie Mais, Getreide, Soja und Hirse. Ein neuer Schwerpunkt war die Verhandlung um die Neuregelung der GLÖZ 6 Maßnahmen.
Daneben wurden zahlreiche Artikel zu ackerbaulichen Themen verfasst. Die Veranstaltungen wurden im Rahmen der Winterkurstätigkeit bei Maisbau- und Getreidebautagen als auch bei Feldbegehungen zusätzlich als Webinare abgehalten. Auch die Präsenzveranstaltungen genossen wieder verstärkte Aufmerksamkeit.
Versuche 2025
Die pflanzenbauliche Beratung stützt sich inhaltlich auf die Ergebnisse zahlreicher pflanzenbaulicher Versuche. Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über die Versuchsfragen und den jeweiligen Umfang:
Pflanzenschutz
Pflanzenschutzmittel und Notfallszulassungen
Als Ersatz für das Beizmittel Maxim XL wurde erstmals 2024 Redigo M per Notfallzulassung genehmigt und damit ein sehr guter Feldaufgang ermöglicht werden. Auch 2025 konnte wieder eine Zulassung erreicht werden.
2025 wurden in Österreich über alle Sparten hinweg 53 Pflanzenschutzmittel mit insgesamt mehr als 264 Indikationen per Notfallzulassung registriert. Zahlreiche Pflanzenschutzmittel wurden von der Landwirtschaftskammer Steiermark beantragt. Österreich liegt bei der Anzahl der Notfallzulassungen in Europa weiterhin im Spitzenfeld. Notfallzulassungen sind weiterhin für den Pflanzenschutz, vor allen in den Spezialkulturen aber auch zunehmend im Ackerbau, von enormer Bedeutung.
Qualitätssicherung Ölkürbis
2025 wurde das DaPHNE Forschungsprojekt "Qualitätssicherung Ölkürbis" fortgesetzt. Die Projektdauer beträgt 3 Jahre und Ziel des Projektes ist die Keimung des Saatgutes zu sichern und die Jugendentwicklung zu optimieren. Dies erfolgt einerseits durch die Ursachenforschung des unterbleibenden Feldaufganges an der BOKU und andererseits durch die Durchführung von zahlreichen Feldversuchen auf Praxisbetrieben.
Monitorings und Warndienstprojekte
Bei Weizen und Mais wurde wieder an Monotorings des Warndienstprojektes teilgenommen. Der Weizen an einigen Standorten wurde mittels PCR auf Befall durch Septoria getestet. Im Mais wurde wieder am Mycotoxin-Monitoring teilgenommen, ebenfalls wurde das Maiswurzelbohrer-Monitoring fortgeführt.
Zur Optimierung des Einsatzes von Fungiziden in Hopfen wurde auch 2025 eine Sporenfalle durch das Warndienstprojekt finanziert. Des Weiteren konnte eine Notfallzulassungen der Fungizide Folpan Gold und Aliette WG gegen den Falschen Mehltau durchgesetzt werden.
Versuche im Pflanzenschutz
Auch im Jahr 2025 wurden wieder Pflanzenschutzversuche in diversen Kulturen durchgeführt. Wichtig war auch in diesem Jahr der Herbizidversuch in Ölkürbis, um Strategien für die Unkrautbekämpfung nach dem Verbot des Wirkstoffes s -Metolachlor zu finden. In Gerste und Weizen wurden Versuche mit Halmverkürzern und Funigiziden angelegt und in Mais wurden erneut die wichtigsten Herbizide getetestet. Die Ergebnisse waren Inhalt zahlreicher Fachveranstaltungen und ermöglichen eine unabhängige und objektive Beratung von Landwirtinnen und Landwirten.
Als Ersatz für das Beizmittel Maxim XL wurde erstmals 2024 Redigo M per Notfallzulassung genehmigt und damit ein sehr guter Feldaufgang ermöglicht werden. Auch 2025 konnte wieder eine Zulassung erreicht werden.
2025 wurden in Österreich über alle Sparten hinweg 53 Pflanzenschutzmittel mit insgesamt mehr als 264 Indikationen per Notfallzulassung registriert. Zahlreiche Pflanzenschutzmittel wurden von der Landwirtschaftskammer Steiermark beantragt. Österreich liegt bei der Anzahl der Notfallzulassungen in Europa weiterhin im Spitzenfeld. Notfallzulassungen sind weiterhin für den Pflanzenschutz, vor allen in den Spezialkulturen aber auch zunehmend im Ackerbau, von enormer Bedeutung.
Qualitätssicherung Ölkürbis
2025 wurde das DaPHNE Forschungsprojekt "Qualitätssicherung Ölkürbis" fortgesetzt. Die Projektdauer beträgt 3 Jahre und Ziel des Projektes ist die Keimung des Saatgutes zu sichern und die Jugendentwicklung zu optimieren. Dies erfolgt einerseits durch die Ursachenforschung des unterbleibenden Feldaufganges an der BOKU und andererseits durch die Durchführung von zahlreichen Feldversuchen auf Praxisbetrieben.
Monitorings und Warndienstprojekte
Bei Weizen und Mais wurde wieder an Monotorings des Warndienstprojektes teilgenommen. Der Weizen an einigen Standorten wurde mittels PCR auf Befall durch Septoria getestet. Im Mais wurde wieder am Mycotoxin-Monitoring teilgenommen, ebenfalls wurde das Maiswurzelbohrer-Monitoring fortgeführt.
Zur Optimierung des Einsatzes von Fungiziden in Hopfen wurde auch 2025 eine Sporenfalle durch das Warndienstprojekt finanziert. Des Weiteren konnte eine Notfallzulassungen der Fungizide Folpan Gold und Aliette WG gegen den Falschen Mehltau durchgesetzt werden.
Versuche im Pflanzenschutz
Auch im Jahr 2025 wurden wieder Pflanzenschutzversuche in diversen Kulturen durchgeführt. Wichtig war auch in diesem Jahr der Herbizidversuch in Ölkürbis, um Strategien für die Unkrautbekämpfung nach dem Verbot des Wirkstoffes s -Metolachlor zu finden. In Gerste und Weizen wurden Versuche mit Halmverkürzern und Funigiziden angelegt und in Mais wurden erneut die wichtigsten Herbizide getetestet. Die Ergebnisse waren Inhalt zahlreicher Fachveranstaltungen und ermöglichen eine unabhängige und objektive Beratung von Landwirtinnen und Landwirten.
Fachbereich Grünland
2025 war ein durchschnittliches Grünlandjahr. Rechtzeitig einsetzende Regenfälle im April beendeten den bis dahin zu trockenen Winter und sicherten die ersten Aufwüchse. Partielle Trockenheiten im Juni und August/September führten fast nirgends zu größeren Ausfällen. Futterüberhänge aus dem Jahr 2024 zusammen mit dem Durchschnittsjahr 2025 führen zu komfortablen Futterlagern, was jetzt Anfang 2026 mit viel zu trockenen Bedingungen sehr wertvoll ist.
Ein Schwerpunkt war das letzte ÖPUL-Bildungsjahr mit den Weiterbildungsseminaren (online + Präsenz) zu den Maßnahmen „Humuserhalt und Bodenschutz im umbruchsfähigem Grünland“ und „Einschränkung ertragssteigernder Betriebsmittel“. Gesamt waren rund 2.300 Teilnehmer:innen bei 60 Veranstaltungen in Schulung. Der Grünlandtag wurde auch 2025 wieder als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Online) an der LFS Stainz mit 105 Teilnehmern abgehalten. Schwerpunkt war die emissionsarme Gülleausbringung.
Der "Grünland-Infoblitz" verzeichnet aktuell 120 Abonnenten. Dieser erscheint monatlich mit zusätzlichen Blitzlichtern zu aktuellen Themen.
Der Fachbereich Grünland führt außerdem Hofberatungen im Bereich Biologische und konventionelle Grünlandwirtschaft durch. 2025 wurden 50 Spezialberatungen bei Betrieben durchgeführt. Dabei werden aufbauend auf Pflanzenbestandesuntersuchung und Feldbodenbeurteilung konkrete Handlungsempfehlungen für den Betrieb abgeleitet.
Die Grünlandberatung war im bundesländerübergreifenden Projekt des ÖKL „Gemeinsam gegen Kreuzkraut“ eingebunden. Auf 16 Betrieben wurden Kreuzkraut-Regulierungsmaßnahmen erarbeitet, ein Präsenzseminar in Gleisdorf und drei Webinare durchgeführt. Weiters wurde gemeinsam eine Broschüre erarbeitet und ein Steckbrief des in der Südoststeiermark verbreiteten Spreiz-Kreuzkrautes verfasst.
Aktuell ist der Fachbereich Grünland im Projekt ÖPUL-Modellregionen – Murau „Vielfalt Verbindet“ mit dem ÖKL vertreten. Dabei werden Biodiversitätsflächen im Grünland auf 12 Betrieben erhoben und entwickelt. Neben der Vegetation werden auch Wildbienen, Zikaden und Schmetterlinge erhoben. Erste Ergebnisse werden im Herbst 2026 vorgestellt.
Ein Schwerpunkt war das letzte ÖPUL-Bildungsjahr mit den Weiterbildungsseminaren (online + Präsenz) zu den Maßnahmen „Humuserhalt und Bodenschutz im umbruchsfähigem Grünland“ und „Einschränkung ertragssteigernder Betriebsmittel“. Gesamt waren rund 2.300 Teilnehmer:innen bei 60 Veranstaltungen in Schulung. Der Grünlandtag wurde auch 2025 wieder als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und Online) an der LFS Stainz mit 105 Teilnehmern abgehalten. Schwerpunkt war die emissionsarme Gülleausbringung.
Der "Grünland-Infoblitz" verzeichnet aktuell 120 Abonnenten. Dieser erscheint monatlich mit zusätzlichen Blitzlichtern zu aktuellen Themen.
Der Fachbereich Grünland führt außerdem Hofberatungen im Bereich Biologische und konventionelle Grünlandwirtschaft durch. 2025 wurden 50 Spezialberatungen bei Betrieben durchgeführt. Dabei werden aufbauend auf Pflanzenbestandesuntersuchung und Feldbodenbeurteilung konkrete Handlungsempfehlungen für den Betrieb abgeleitet.
Die Grünlandberatung war im bundesländerübergreifenden Projekt des ÖKL „Gemeinsam gegen Kreuzkraut“ eingebunden. Auf 16 Betrieben wurden Kreuzkraut-Regulierungsmaßnahmen erarbeitet, ein Präsenzseminar in Gleisdorf und drei Webinare durchgeführt. Weiters wurde gemeinsam eine Broschüre erarbeitet und ein Steckbrief des in der Südoststeiermark verbreiteten Spreiz-Kreuzkrautes verfasst.
Aktuell ist der Fachbereich Grünland im Projekt ÖPUL-Modellregionen – Murau „Vielfalt Verbindet“ mit dem ÖKL vertreten. Dabei werden Biodiversitätsflächen im Grünland auf 12 Betrieben erhoben und entwickelt. Neben der Vegetation werden auch Wildbienen, Zikaden und Schmetterlinge erhoben. Erste Ergebnisse werden im Herbst 2026 vorgestellt.
Boden und Bodenuntersuchung
Der Nährstoffzustand jedes Bodens sollte in regelmäßigen Abständen von vier bis sechs Jahren durch Bodenuntersuchungen überprüft werden. Diese Untersuchungen sind ein wichtiges Instrument, um unsere Ressourcen effizienter zu nutzen und die Umwelt zu schonen. Zudem sind sie eine grundlegende Voraussetzung, um langfristig stabile Erträge und hohe Qualitäten zu sichern. Fehlende Nährstoffe und Ungleichgewichte im Boden können nämlich zu erheblichen Ertragseinbußen führen.
Das Referat Pflanzenbau der Landwirtschaftskammer Steiermark führt jährlich drei Bodenuntersuchungsaktionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch:
Die Frühjahrsaktion im März/April mit dem Schwerpunkt Grünland, die Sommeraktion im Juni/Juli mit den Schwerpunkten Obst- und Weinbau und die Herbstaktion im Oktober/November mit dem Schwerpunkt Ackerbau.
Im Jahr 2025 wurden im Rahmen der Bodenuntersuchungsaktionen 3441 Bodenproben von 790 Betrieben durch das Referat Boden- und Pflanzenanalytik der Abteilung 10 des Landes Steiermark in Haidegg analysiert.
Im Rahmen des ÖPUL 2023 wurden Verpflichtungen zur Bodenuntersuchung auf Phosphor, Kali, pH-Wert und Humus festgelegt. Diese gelten für die Maßnahme „Humuserhalt und Bodenschutz auf umbruchsfähigem Grünland“. Zusätzlich wurde in der Maßnahme „Vorbeugender Grundwasserschutz – Acker“ die Untersuchung auf nachlieferbaren Stickstoff vorgeschrieben. Diese Anforderungen haben zu einer deutlichen Zunahme der Bodenproben seit 2023 geführt. Für 2026 und die Folgejahre wird mit einem erheblichen Rückgang zu rechnen sein, da die Frist für die Abgabe von Bodenproben im Rahmen der HBG-Maßnahme bereits mit Ende des Jahres 2025 abgelaufen ist.
Das Referat Pflanzenbau der Landwirtschaftskammer Steiermark führt jährlich drei Bodenuntersuchungsaktionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durch:
Die Frühjahrsaktion im März/April mit dem Schwerpunkt Grünland, die Sommeraktion im Juni/Juli mit den Schwerpunkten Obst- und Weinbau und die Herbstaktion im Oktober/November mit dem Schwerpunkt Ackerbau.
Im Jahr 2025 wurden im Rahmen der Bodenuntersuchungsaktionen 3441 Bodenproben von 790 Betrieben durch das Referat Boden- und Pflanzenanalytik der Abteilung 10 des Landes Steiermark in Haidegg analysiert.
Im Rahmen des ÖPUL 2023 wurden Verpflichtungen zur Bodenuntersuchung auf Phosphor, Kali, pH-Wert und Humus festgelegt. Diese gelten für die Maßnahme „Humuserhalt und Bodenschutz auf umbruchsfähigem Grünland“. Zusätzlich wurde in der Maßnahme „Vorbeugender Grundwasserschutz – Acker“ die Untersuchung auf nachlieferbaren Stickstoff vorgeschrieben. Diese Anforderungen haben zu einer deutlichen Zunahme der Bodenproben seit 2023 geführt. Für 2026 und die Folgejahre wird mit einem erheblichen Rückgang zu rechnen sein, da die Frist für die Abgabe von Bodenproben im Rahmen der HBG-Maßnahme bereits mit Ende des Jahres 2025 abgelaufen ist.
Saatgut und Saatgutvermehrung
Die Feldanerkennung des Saatgutes wird von der Landwirtschaftskammer Steiermark im Auftrag des Bundesamtes für Ernährungssicherheit GmbH, Institut für Saatgut, durchgeführt. In diesem Rahmen werden die fachlich befähigten Personen der Landwirtschaftskammer jährlich geschult. Diese kontrollieren dann, mit Ausnahme von höheren Anbaustufen bei Getreide sowie bei Saatmais, wo nur bis zu 20 % der Anbaufläche in Form einer Überkontrolle besichtigt werden, 100 % der Vermehrungsflächen.
Steirische Saatenanerkennung 2025 in Zahlen:
Steirische Saatenanerkennung 2025 in Zahlen:
- Beantragte Fläche in ha Winterungen/Summe: 584,72
- Zertifizierte Fläche in ha Winterungen/Summe: 559,39
- Beantragte Fläche in ha Sommerungen/Summe: 2.291,285
- Zertifizierte Fläche in ha Sommerungen/Summe: 2.248,195
Projekte im Pflanzenbau
FFG-Projekt "Circular Food"
Das Projekt ‚Circular Food‘ startete am 01.05.2024. Ziel ist es, regional verfügbare Lebensmittelreststoffe durch innovative Verfahren in den Wertstoffkreislauf zu integrieren und Stoffkreisläufe gezielt zu schließen.
Im Rahmen eines zirkulären Ansatzes werden aus diesen Reststoffen unter anderem Proteinbestandteile, Bioflüssigdünger und Humusaufbausubstrate gewonnen. Durch die optimale kaskadische Nutzung soll die Wertschöpfung gesteigert und eine möglichst vollständige stoffliche Verwertung im Sinne der österreichischen Kreislaufwirtschaft erreicht werden. Der Einsatz energieeffizienter Verfahren sowie die Optimierung der Kohlenstoffnutzung bilden die Grundlage für die langfristige Vision eines klimapositiven Lebensmittelkreislaufs.
Im Frühjahr 2025 wurden zur Testung von aus der Vergärung von Biertrebern entstandenem Gärrest Versuche auf zwei Ackerflächen – einer in Wundschuh und einer in St. Martin im Sulmtal – sowie auf einer Grünlandfläche in Tragöß - St. Katharein an der Laming durchgeführt. Im Rahmen der angelegten Versuche wurden über die gesamte Berichtsperiode hinweg sämtliche notwendigen Arbeiten durchgeführt. Dazu zählten unter anderem Düngemaßnahmen, die Entnahme von Nmin‑Proben, Wasserprobenahmen, Bonituren, die Ernte sowie die Bestimmung der Ertragskomponenten und die anschließende Auswertung der Ergebnisse.
Im Herbst 2025 wurde auf beiden Ackerflächen Wintergetreide angebaut. Die entsprechenden Versuchsarbeiten werden bis in den Sommer 2026 fortgeführt. Zusätzlich wird der Düngungsversuch im Grünland auch im Jahr 2026 weitergeführt.
Horizon Europe - Projekt „NBSOIL“
Das Projekt NBSOIL befindet sich derzeit im vierten Projektjahr. Ziel des EU‑geförderten Projekts ist die Entwicklung und Erprobung einer Lernplattform für Bodenberater:innen, die klassische und digitale Lehrmethoden kombiniert, um eine neue Generation von Berater:innen im Bereich nachhaltiges Bodenmanagement auszubilden.
Im Fokus steht die Vermittlung naturbasierter Lösungen (NBS) zur Förderung der Bodengesundheit sowie die Stärkung der Zusammenarbeit über räumliche und zeitliche Ebenen hinweg. Das Projekt wird vom Institut für Bodenkunde und Pflanzenbau (IUNG) in Polen koordiniert und umfasst 14 Partnerorganisationen aus acht europäischen Ländern.
Inhaltlich konzentriert sich NBSOIL auf zentrale Maßnahmen wie den Einsatz organischer Düngemittel aus Bioabfällen, Zwischenfrüchten, Moorbewirtschaftung, Walddiversifizierung, biologische Sanierung sowie blaue und grüne Infrastruktur. Auf Basis bestehenden Fachwissens wird ein zweijähriger Hybridlehrgang entwickelt, der in mehreren Sprachen angeboten wird und über 300 Teilnehmer:innen ausbilden soll.
Im bisherigen Projektverlauf konnten bereits zahlreiche Projektziele erfolgreich umgesetzt und umfangreiche Inhalte erarbeitet werden. Die daraus gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse stehen öffentlich zur Verfügung und können auf der Projektwebsite eingesehen werden: https://nbsoil.eu/
Akquise neuer Projekte
Im laufenden Jahr haben wir an zahlreichen Projektanträgen mitgearbeitet, die sich inhaltlich an der fachlichen Ausrichtung der Kammer orientieren. Die erfolgreiche Projektarbeit der vergangenen Jahre zeigt Wirkung: Die LK Steiermark ist sowohl national als auch international ein gefragter Projektpartner. Erste Projekte aus diesen Initiativen wurden bereits positiv evaluiert und genehmigt.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei unser starkes Versuchswesen, das in vielen Projekten eine zentrale Rolle einnimmt. Gleichzeitig ist festzustellen, dass es zunehmend weniger unabhängige Versuchsansteller gibt, was die Bedeutung unserer Arbeit in diesem Bereich zusätzlich unterstreicht.
Das Projekt ‚Circular Food‘ startete am 01.05.2024. Ziel ist es, regional verfügbare Lebensmittelreststoffe durch innovative Verfahren in den Wertstoffkreislauf zu integrieren und Stoffkreisläufe gezielt zu schließen.
Im Rahmen eines zirkulären Ansatzes werden aus diesen Reststoffen unter anderem Proteinbestandteile, Bioflüssigdünger und Humusaufbausubstrate gewonnen. Durch die optimale kaskadische Nutzung soll die Wertschöpfung gesteigert und eine möglichst vollständige stoffliche Verwertung im Sinne der österreichischen Kreislaufwirtschaft erreicht werden. Der Einsatz energieeffizienter Verfahren sowie die Optimierung der Kohlenstoffnutzung bilden die Grundlage für die langfristige Vision eines klimapositiven Lebensmittelkreislaufs.
Im Frühjahr 2025 wurden zur Testung von aus der Vergärung von Biertrebern entstandenem Gärrest Versuche auf zwei Ackerflächen – einer in Wundschuh und einer in St. Martin im Sulmtal – sowie auf einer Grünlandfläche in Tragöß - St. Katharein an der Laming durchgeführt. Im Rahmen der angelegten Versuche wurden über die gesamte Berichtsperiode hinweg sämtliche notwendigen Arbeiten durchgeführt. Dazu zählten unter anderem Düngemaßnahmen, die Entnahme von Nmin‑Proben, Wasserprobenahmen, Bonituren, die Ernte sowie die Bestimmung der Ertragskomponenten und die anschließende Auswertung der Ergebnisse.
Im Herbst 2025 wurde auf beiden Ackerflächen Wintergetreide angebaut. Die entsprechenden Versuchsarbeiten werden bis in den Sommer 2026 fortgeführt. Zusätzlich wird der Düngungsversuch im Grünland auch im Jahr 2026 weitergeführt.
Horizon Europe - Projekt „NBSOIL“
Das Projekt NBSOIL befindet sich derzeit im vierten Projektjahr. Ziel des EU‑geförderten Projekts ist die Entwicklung und Erprobung einer Lernplattform für Bodenberater:innen, die klassische und digitale Lehrmethoden kombiniert, um eine neue Generation von Berater:innen im Bereich nachhaltiges Bodenmanagement auszubilden.
Im Fokus steht die Vermittlung naturbasierter Lösungen (NBS) zur Förderung der Bodengesundheit sowie die Stärkung der Zusammenarbeit über räumliche und zeitliche Ebenen hinweg. Das Projekt wird vom Institut für Bodenkunde und Pflanzenbau (IUNG) in Polen koordiniert und umfasst 14 Partnerorganisationen aus acht europäischen Ländern.
Inhaltlich konzentriert sich NBSOIL auf zentrale Maßnahmen wie den Einsatz organischer Düngemittel aus Bioabfällen, Zwischenfrüchten, Moorbewirtschaftung, Walddiversifizierung, biologische Sanierung sowie blaue und grüne Infrastruktur. Auf Basis bestehenden Fachwissens wird ein zweijähriger Hybridlehrgang entwickelt, der in mehreren Sprachen angeboten wird und über 300 Teilnehmer:innen ausbilden soll.
Im bisherigen Projektverlauf konnten bereits zahlreiche Projektziele erfolgreich umgesetzt und umfangreiche Inhalte erarbeitet werden. Die daraus gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse stehen öffentlich zur Verfügung und können auf der Projektwebsite eingesehen werden: https://nbsoil.eu/
Akquise neuer Projekte
Im laufenden Jahr haben wir an zahlreichen Projektanträgen mitgearbeitet, die sich inhaltlich an der fachlichen Ausrichtung der Kammer orientieren. Die erfolgreiche Projektarbeit der vergangenen Jahre zeigt Wirkung: Die LK Steiermark ist sowohl national als auch international ein gefragter Projektpartner. Erste Projekte aus diesen Initiativen wurden bereits positiv evaluiert und genehmigt.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei unser starkes Versuchswesen, das in vielen Projekten eine zentrale Rolle einnimmt. Gleichzeitig ist festzustellen, dass es zunehmend weniger unabhängige Versuchsansteller gibt, was die Bedeutung unserer Arbeit in diesem Bereich zusätzlich unterstreicht.