Österreich beantragt Sikawild-Ausnahme
Bundesminister Norbert Totschnig hat Ende September 2026 bei der EU-Kommission einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung für die Haltung von Sikawild eingebracht. Ziel ist es, den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben auch künftig eine rechtssichere Haltung von Sikawild zu ermöglichen. Österreich hatte sich bereits 2025 gegen die Aufnahme des Sikawilds in die europäische Liste invasiver gebietsfremder Arten ausgesprochen. Die Aufnahme wurde dennoch mehrheitlich beschlossen. Daraufhin bereitete das Landwirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Verband der Wildtierhalter und der Landwirtschaftskammer Österreich sowie den ebenfalls für invasive Arten zuständigen Bundesländern den Ausnahmeantrag vor. Die Europäische Kommission prüft nun den österreichischen Antrag. Laut Landwirtschaftsministerium wird eine abschließende Entscheidung aus heutiger Sicht bis Ende des Jahres erwartet.