Urlaub am Bauernhof ist eine verlässliche Säule
Ende gut – alles gut: Nach einem durchwachsenen Start zieht der Verband „Urlaub am Bauernhof“ eine positive Sommerbilanz. „Die Online-Buchungen haben von Mai bis September bei den Mitgliedsbetrieben um satte 20 Prozent zugelegt“, freut sich Astrid Schoberer-Németh, LK-Verantwortliche für Urlaub am Bauernhof. Zudem lockten die heißen Sommermonate vermehrt Gäste aufs Land und in höher gelegene Regionen. Vor allem Almhütten konnten hier punkten. Deutlich geändert hat sich das Buchungsverhalten: Viele Gäste entscheiden kurzfristiger und achten stärker auf ihre Ausgaben. „Auf Urlaub wird nicht verzichtet, es wird aber kürzer und preisbewusster gereist. Im Juli blieben die Gäste in Zimmern 3,9 Tage, in Ferienwohnungen 5,2 Tage“, rechnet Schoberer vor. Auffällig dabei: Zimmer werden wieder stärker nachgefragt, Ferienwohnungen verlieren etwas an Dynamik. Gerade das heurige Dürrejahr zeigt, wie wichtig mehrere wirtschaftliche Standbeine für bäuerliche Betriebe sind.
Verlässliche Säule
„Urlaub am Bauernhof schafft Einkommen unabhängig von der agrarischen Urproduktion und trägt rund 30 Prozent zum betrieblichen Einkommen bei“, unterstreicht Schoberer-Németh. Eine Studie von Joanneum Research macht zudem deutlich: 30 Prozent der Betriebe hätten die Landwirtschaft ohne das zusätzliche Einkommen aus der Vermietung bereits aufgegeben. „Die Vermietung trägt zum Erhalt der Betriebe bei, schafft finanziellen Spielraum für Investitionen und stärkt die Wertschöpfung im ländlichen Raum,“ betont Schoberer-Németh.
Fünf Blumen
Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg ist jedenfalls die Qualität des Angebots, wie der jetzt ausgezeichnete Fünf-Blumen-Betrieb Hesele in Langenwang bestätigt. „Wir setzen seit jeher auf Qualität und sind überzeugt, neue Kundenschichten zu erreichen“, freuen sich Verena und Johannes Hesele über die Fünf-Blumen-Auszeichnung ihres Betriebs. Neue Chancen bietet die steigende Nachfrage in der Nebensaison. „Frühling und Herbst bieten bäuerlichen Gastgebern Potenzial, die Auslastung breiter über das Jahr zu verteilen“, so Schoberer-Németh.