Steigende Milchpreise entschärfen Dürrelast
Durch die Hitzewelle und die damit einhergehende Dürre sind die bis dahin hohen Milchanlieferungen deutlich gedämpft. In Frankreich beispielsweise war nach Monaten mit einem deutlichen Plus über der Vorjahreslinie ein Minus im Juni 2026 gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres festzustellen. Auch wenn die Gesamtanlieferungen im ersten Halbjahr noch über den Vorjahresmengen liegen, zeigen sich Auswirkungen der dürrebedingten Rückgänge. Die Dürre wirkt sich auf die Milchwirtschaft über mehrere Kanäle aus:
- Geringere Grünlanderträge: Weniger Grasaufwuchs reduziert die verfügbare Futtermenge. Teilweise müssen Futtervorräte früher eingesetzt werden. Geringere Erträge bei Feldfutter und Silomais. Teilweise kommt es auch zur Reduktion des Tierbestandes
- Steigende Futterkosten: Zukauf von Heu, Silage oder Kraftfutter wird notwendig. Die Produktionskosten pro Kilogramm Milch steigen.
- Hitzestress bei Kühen: Hohe Temperaturen vermindern die Futteraufnahme. Die Milchleistung je Kuh sinkt.
Gerade in den milchproduktionsstarken Regionen in Österreich sind die Wirkungen des fehlenden Niederschlages und der geringen Futterverfügbarkeit in Mengenentwicklung zu sehen. Die Reduktion des Kuhbestandes wird längerfristig Wirkung zeigen. Die Schlachtungen von Milchkühen in der EU sind in den ersten fünf Monaten von 2026 im Schnitt noch um 3,6 % niedriger ausgefallen als im Vorjahreszeitraum und waren damit auch niedriger als in den Vergleichszeiträumen von 2023 und 2024. Eine Erhöhung der Schlachtzahlen wird das Milchaufkommen bremsen.
Auch die Ausbreitung einer neuen Erkrankung sorgt für Unsicherheit in den Mengenprognosen. Anfang August wurde zunächst in der Schweiz und Ostfrankreich und später auch in Deutschland ein das Orthobunya-Virus aus der Shamonda-Gruppe festgestellt, das bei betroffenen Milchkühen zu Milchleistungsrückgängen und möglicherweise zu weiteren Problemen führt. Zuletzt sind auch in den Niederlanden erste Fälle nachgewiesen worden.
Auch die Ausbreitung einer neuen Erkrankung sorgt für Unsicherheit in den Mengenprognosen. Anfang August wurde zunächst in der Schweiz und Ostfrankreich und später auch in Deutschland ein das Orthobunya-Virus aus der Shamonda-Gruppe festgestellt, das bei betroffenen Milchkühen zu Milchleistungsrückgängen und möglicherweise zu weiteren Problemen führt. Zuletzt sind auch in den Niederlanden erste Fälle nachgewiesen worden.
Der Kieler Rohstoffwert (Berechnung des Wertes der durchschnittlichen Milchverwertung aus dem Verkauf von Milchfett und Milcheiweiß, kein tatsächlicher Milchpreis), verbesserte sich im August auf 38,7 Cent/kg (ab Hof 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß). Das bedeutet einen Anstieg um 2,7 Cent bzw. 7,5 % als im Monat zuvor.
insbesondere im Eiweißsektor hatten die gestiegenen Erlöse den Rohstoffwert positiv beeinflusst.
Der Handel mit Magermilchpulver erhielt im August von Woche zu Woche zunehmend stärkere Impulse. Hitze und Trockenheit hatten für Verunsicherung bei der Rohstoffverfügbarkeit gesorgt. Aufgrund der Hitze reduzierten sich die Anlieferungsmengen und auch die Inhaltsstoffe.
insbesondere im Eiweißsektor hatten die gestiegenen Erlöse den Rohstoffwert positiv beeinflusst.
Der Handel mit Magermilchpulver erhielt im August von Woche zu Woche zunehmend stärkere Impulse. Hitze und Trockenheit hatten für Verunsicherung bei der Rohstoffverfügbarkeit gesorgt. Aufgrund der Hitze reduzierten sich die Anlieferungsmengen und auch die Inhaltsstoffe.
Mit August bzw. September haben erste Molkereien die Milchpreise angehoben. Das ist ein wichtiges Signal an den Absatzmarkt, da nur entsprechende Preise die Produktion und Verfügbarkeit der hochqualitativen heimischen Ware sichern. Und ein besonders wichtiges Signal an die Erzeuger sowie dringend notwendige Maßnahme, um Überlegungen bei dem Futterzukauf oder dem Tierbestand zu unterstützen bzw. die ohnehin angespannte Kostensituation zu bewältigen. Gerade bei Bestandsreduktionen sind auch die Auswirkungen auf Fixkosten (Abschreibungen) zu beachten.
Ein erhöhter Umsatz aus dem Milchverkauf ist neben Versicherungsleistungen und den politischen Hilfsmaßnahmen ein, wenn nicht der, entscheidende Faktor zum Meistern der aktuellen Herausforderungen. Dazu sind weitere Anpassungen nach oben nötig. Die Marktmechanismen aus Angebot und Nachfrage wirken. Dazu braucht es Korrekturen von Preisniveaus entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die sich wiederum im Milchauszahlungspreis wiederfinden müssen.
Ein erhöhter Umsatz aus dem Milchverkauf ist neben Versicherungsleistungen und den politischen Hilfsmaßnahmen ein, wenn nicht der, entscheidende Faktor zum Meistern der aktuellen Herausforderungen. Dazu sind weitere Anpassungen nach oben nötig. Die Marktmechanismen aus Angebot und Nachfrage wirken. Dazu braucht es Korrekturen von Preisniveaus entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die sich wiederum im Milchauszahlungspreis wiederfinden müssen.