Spargelsaison in der Steiermark auf ihrem Höhepunkt
Steirische Spargelernte läuft auf Hochtouren
Noch bis Mitte Juni wird auf den Feldern intensiv geerntet. Das heimische Edelgemüse punktet dabei mit Frische, höchster Qualität und kurzen Transportwegen. „Aufgrund des warmen Wetters begann die Spargelernte heuer ungewöhnlich früh. Seit Anfang April ernten wir täglich große Mengen und liefern den Spargel direkt an den Lebensmittelhandel, die Gastronomie sowie in unsere Hofläden“, erklärt Spargelproduzentin Claudia Tscherner. Auch für die kommenden Tage seien stabile Erträge zu erwarten – vorausgesetzt, die warme Witterung halte an. Noch stellen die fehlenden Niederschläge kein Problem dar, da Spargel tief wurzelt und sich Wasser aus tieferen Bodenschichten holen kann.
Herkunft als Qualitätsfaktor
Gerade bei empfindlichem Frischgemüse wie Spargel spielt die Herkunft eine entscheidende Rolle. „Steirischer Spargel steht für kurze Transportwege, Frische und nachvollziehbare Qualität – das macht ihn besonders“, betont der Mahrensdorfer Spargelbauer Joachim Reicher. Tatsächlich stammt rund die Hälfte des im Handel angebotenen Spargels nicht aus Österreich – ein genauer Blick auf die Herkunft lohnt sich also. Optimale Bedingungen für den Anbau bieten die sandig-humusreichen Böden in den Tälern von Safen, Lafnitz, Feistritz, Raab und der südlichen Mur. Sie verleihen dem steirischen Spargel seinen charakteristischen Geschmack.
Weiß oder grün: Zwei Sorten, zwei Geschmackswelten
Weißer und grüner Spargel unterscheiden sich sowohl im Aussehen als auch im Geschmack. Weißer Spargel wächst unter der Erde und wird gestochen, bevor er das Licht erreicht. Er ist zart, mild und leicht süßlich. Grüner Spargel hingegen wächst oberirdisch, bildet Chlorophyll und entwickelt dadurch seine grüne Farbe und ein kräftigeres, würzig-nussiges Aroma.
Moderne Küche setzt auf Vielfalt
Neben der klassischen Zubereitung erfreuen sich neue Garmethoden wachsender Beliebtheit. Braten, Grillen oder Dämpfen intensivieren das Aroma und erhalten die Textur. „Vor allem jüngere Konsumentinnen und Konsumenten greifen gerne zu kreativen Zubereitungsarten“, sagt Spargelproduzentin Claudia Tscherner von den „Jungen wilden Gemüsebauern“. Ob gekocht, gebraten, geschmort oder gegrillt – Spargel ist vielseitig einsetzbar. Besonders zarte, dünne Stangen können sogar roh, etwa fein gehobelt im Salat, genossen werden.
Frischer Spargel lässt sich leicht erkennen
- Er duftet angenehm aromatisch.
- Die Spitzen sind fest geschlossen.
- Die Stangen sind glänzend und quietschen beim Aneinanderreiben.
- Die Schnittenden sind saftig und hell – nicht trocken oder holzig.
Regional erhältlich
Steirischer Spargel ist im Lebensmittelhandel unter den Marken „Junge wilde Gemüsebauern“ und „Reicher Spargel“ erhältlich. Darüber hinaus bieten viele Betriebe ihre Ernte direkt ab Hof, in Genussläden oder auf Bauernmärkten an. Auch zahlreiche Gastronomiebetriebe setzen bewusst auf regionale Qualität.
Richtig lagern und zubereiten
Spargel sollte stets vor dem Austrocknen geschützt werden:
- Weißer Spargel wird vollständig in ein feuchtes Tuch gewickelt.
- Grüner Spargel kann mit den Spitzen aus dem Tuch ragen.
- Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt er am längsten frisch. Geschälter Spargel lässt sich auch portionsweise einfrieren.
Gesund und kalorienarm
Spargel überzeugt nicht nur geschmacklich, sondern auch ernährungsphysiologisch. Mit rund 20 Kilokalorien pro 100 Gramm und einem Wasseranteil von über 90 Prozent ist er besonders leicht. Zudem liefert er wertvolle Nährstoffe wie Vitamin C und E, Folsäure sowie Kalium. Bereits 250 Gramm decken etwa die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin C und E sowie nahezu den gesamten Bedarf an Folsäure.
Fakten & Zahlen
In der Steiermark bauen aktuell rund 20 Produzentinnen und Produzenten auf etwa 40 Hektar Spargel an. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch in Österreich liegt bei rund 0,5 Kilogramm – mit steigender Tendenz. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt er etwa 1,2 Kilogramm pro Jahr.
Rezepte: https://www.steirergemuese.at/rezepte
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