Kommentar: Große Versprechen, kleine Wirkung
SMR sind Kernreaktoren mit einer Leistung von bis zu 300 Megawatt - etwa ein Drittel eines klassischen Atomkraftwerkes. Die Idee: vorgefertigte Module aus der Fabrik, die schneller und günstiger sein sollen als Großkraftwerke. So die Theorie. Die Realität ist anders, bestätigt eine aktuelle Studie des Umweltbundesamts : In der EU ist kein einziger SMR in Bau, keiner genehmigt. Mit einem kommerziellen Einsatz ist frühestens in den 2040er Jahren zu rechnen - viel zu spät für die Klimaziele.
Auch die Kosten sprechen Bände: Beim US-Vorzeigeprojekt NuScale stiegen sie von drei auf 9,3 Mrd. Dollar, bevor es 2023 eingestampft wurde. Auch in China und Russland haben sich die Baukosten verdreifacht. Dazu kommt ein oft übersehenes Sicherheitsproblem: SMR sollen nahe an Siedlungen, Industrie und Rechenzentren stehen. Wie aber schützt man Dutzende kleine Reaktoren gegen Drohnenangriffe, Sabotage oder Terror? Mit jeder zusätzlichen Anlage vervielfachen sich Risiken und Schutzkosten.
Auch der Brennstoff ist ein Problem: Viele SMR-Konzepte benötigen speziell angereichertes Uran, das in Europa nicht produziert wird - es kommt aus Kasachstan, Russland oder Kanada.
Für die Landwirtschaft heißt das: Wir können nicht Jahrzehnte warten, bis sich vielleicht eine Technologie bewährt, die uns neuerlich abhängig macht. Schon heute liefern unsere Betriebe das, was Europa angeblich erst entwickeln muss: planbare, dezentrale, klimafreundliche Energie. Jeder Festmeter Energieholz, jede Biogasanlage, jede Hackschnitzelheizung, jede PV-Anlage am Stalldach schafft Wertschöpfung im eigenen Land - beim Waldbauern, beim Installateur, beim regionalen Anlagenbauer. Die heimische Land- und Forstwirtschaft ist kein Bittsteller der Energiewende - sie ist deren Rückgrat. Diese Stärke gehört ausgebaut, statt auf nukleare Wunschbilder zu setzen.
Auch die Kosten sprechen Bände: Beim US-Vorzeigeprojekt NuScale stiegen sie von drei auf 9,3 Mrd. Dollar, bevor es 2023 eingestampft wurde. Auch in China und Russland haben sich die Baukosten verdreifacht. Dazu kommt ein oft übersehenes Sicherheitsproblem: SMR sollen nahe an Siedlungen, Industrie und Rechenzentren stehen. Wie aber schützt man Dutzende kleine Reaktoren gegen Drohnenangriffe, Sabotage oder Terror? Mit jeder zusätzlichen Anlage vervielfachen sich Risiken und Schutzkosten.
Auch der Brennstoff ist ein Problem: Viele SMR-Konzepte benötigen speziell angereichertes Uran, das in Europa nicht produziert wird - es kommt aus Kasachstan, Russland oder Kanada.
Für die Landwirtschaft heißt das: Wir können nicht Jahrzehnte warten, bis sich vielleicht eine Technologie bewährt, die uns neuerlich abhängig macht. Schon heute liefern unsere Betriebe das, was Europa angeblich erst entwickeln muss: planbare, dezentrale, klimafreundliche Energie. Jeder Festmeter Energieholz, jede Biogasanlage, jede Hackschnitzelheizung, jede PV-Anlage am Stalldach schafft Wertschöpfung im eigenen Land - beim Waldbauern, beim Installateur, beim regionalen Anlagenbauer. Die heimische Land- und Forstwirtschaft ist kein Bittsteller der Energiewende - sie ist deren Rückgrat. Diese Stärke gehört ausgebaut, statt auf nukleare Wunschbilder zu setzen.