Kalb-Rosé-Mast braucht den Blick fürs Detail
Die Kalb-Rosé-Mast hat sich in den vergangenen Jahren zu einem zukunftsweisenden Betriebszweig in der österreichischen Rinderhaltung entwickelt. Sie bietet eine attraktive Möglichkeit, heimische Milchrassekälber im Inland zu mästen, regionale Wertschöpfung zu schaffen und gleichzeitig hochwertige Kalbfleischqualität zu erzeugen.
Worauf es ankommt
„Für mich sind die Kälbergesundheit, die intensive Tierbeobachtung in den ersten vier Wochen nach der Einstallung und eine konstant hohe Futterqualität die entscheidenden Erfolgsfaktoren. Wer hier keine Kompromisse eingeht, schafft die Grundlage für eine wirtschaftliche Kalb-Rosé-Mast“, nennt Franz Kressmaier aus St. Stefan ob Leoben die größten Herausforderungen. Er beschäftigt sich seit rund sechs Jahren erfolgreich mit der Kalb-Rosé-Mast. Auf seinem Betrieb mästet er durchschnittlich etwa 70 Kälber in einem Warmstall mit geschlossenem Auslauf. Da Kälber ein anderes Stallklima als Kühe benötigen, ist das eine gute Lösung.
Tiergesundheit
Die Tiergesundheit stellt den wichtigsten Erfolgsfaktor in der Kalb-Rosé-Mast dar. Neben einer sorgfältigen Gesundheitskontrolle haben sich Impfprogramme und eine konsequente Kälberprophylaxe gegen Rindergrippe und Kälberdurchfall bewährt. Kressmaier: „Bei mir erhalten alle Kälber Impfungen gegen Grippe und Trichophytie – Kälberflechte“. Gerade in den ersten Wochen entscheidet die intensive Tierbeobachtung über den späteren Mastverlauf. Erkrankungen müssen frühzeitig erkannt und behandelt werden, um Tierverluste und Leistungseinbußen zu vermeiden.
Fütterung
Die Fütterung verlangt höchste Aufmerksamkeit. In der Praxis hat sich eine Fütterung mit Milchaustauscher und einer eigenen Totalmischration (Kälber-TMR) bewährt. Nur beste Futterqualität ermöglicht hohe Tageszunahmen und eine gleichmäßige Entwicklung der Tiere. Bei Kressmaier erhalten die Kälber erhalten in den ersten zehn Tagen Milchaustauscher zur freien Aufnahme (ad libitum), danach wird die Tränkemenge auf 6,5 Liter je Kalb und Tag reduziert. Ergänzend steht den Tieren bereits ab der Einstallung eine hochwertige Kälber-TMR aus Stroh, Maissilage, Getreide, Maisschrot und Kraftfutter zur Verfügung.
Stallklima
Ebenso wichtig ist die Stallausstattung. Moderne Warmställe mit geregelten Belüftungssystemen haben sich in der Praxis etabliert. Ziel ist ein trockenes Stallklima ohne Feuchtigkeit und Zugluft bei gleichzeitig ausreichender Frischluftversorgung. Nur unter diesen Bedingungen bleiben die Kälber gesund und leistungsfähig.
Das ist Kalb Rosé
Rosa Kalbfleisch. Kalb Rosé ist hochwertiges Kalbfleisch von bis zu acht Monate alten Milchrassekälbern. Durch die Fütterung mit Milchaustauscher, Maissilage und Stroh erhält das Fleisch seine typische rosa Farbe. Ziel des Qualitätsprogramms ist es, heimische Kälber im Inland zu mästen, Kälberexporte zu reduzieren und regional erzeugtes Qualitätskalbfleisch mit nachvollziehbarer Herkunft anzubieten.
Broschüre. Ausführliche Informationen zu den Produktionsrichtlinien, Haltung, Fütterung und Vermarktung finden Sie in der Infobroschüre „Anforderungen an eine erfolgreiche Kalb-Rosé-Mast“ auf Anforderungen an eine erfolgreiche Kalb Rosé-Mast | Landwirtschaftskammer Österreich
Broschüre. Ausführliche Informationen zu den Produktionsrichtlinien, Haltung, Fütterung und Vermarktung finden Sie in der Infobroschüre „Anforderungen an eine erfolgreiche Kalb-Rosé-Mast“ auf Anforderungen an eine erfolgreiche Kalb Rosé-Mast | Landwirtschaftskammer Österreich