Johannisbeeren: Kleine Beeren mit großem Potenzial
Johannisbeeren zählen zu den bodenständigen heimischen Beerenfrüchten und haben jetzt Hochsaison. Die Ernte ist bereits in vollem Gange und auf Märkten sowie im Lebensmittelhandel sind die bekömmlichen Früchte derzeit gut verfügbar. Viel Licht während der Reife fördert nicht nur die Bildung von Zucker- und Aromastoffen, sondern regt auch die Synthese wertvoller sekundärer Pflanzenstoffe wie Polyphenole und Anthocyane an. Gerade diese bioaktiven Inhaltsstoffe machen Johannisbeeren - neben ihrem hohen Gehalt an Vitamin C - besonders wertvoll.
Ein heimisches Superfood
Johannisbeeren (Ribes rubrum) gehören seit Jahrhunderten zum traditionellen Beerenobst Mitteleuropas. Sie liefern reichlich Vitamin C, Kalium sowie Ballaststoffe, enthalten jedoch gleichzeitig nur wenig Kalorien. Besonders interessant ist ihr Gehalt an Polyphenolen - darunter Flavonoide und Phenolsäuren -, die als natürliche Antioxidantien zum Schutz der Pflanzen dienen und auch in der menschlichen Ernährung zunehmend Beachtung finden. Studien deuten darauf hin, dass eine polyphenolreiche Ernährung mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein kann.
Darüber hinaus enthalten Johannisbeeren Mengen an Pektin, einem Ballaststoff, der eine normale Darmfunktion unterstützt. Pektin ist auch dafür verantwortlich, dass Johannisbeergelees mit nur wenig Gelierhilfe gut gelingen.
Darüber hinaus enthalten Johannisbeeren Mengen an Pektin, einem Ballaststoff, der eine normale Darmfunktion unterstützt. Pektin ist auch dafür verantwortlich, dass Johannisbeergelees mit nur wenig Gelierhilfe gut gelingen.
Frisch genießen - möglichst schonend verarbeiten
Den größten Wert bieten Johannisbeeren frisch verzehrt. Vitamin C reagiert empfindlich auf Hitze und längere Lagerung, weshalb frisch gepflückte Früchte besonders wertvoll sind. Auch Tiefkühlen ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, den Großteil der Vitamine und Polyphenole über viele Monate zu erhalten.
Beim Einkochen zu Marmeladen oder Gelees geht zwar ein Teil des Vitamin C verloren, Ballaststoffe, Pektin und viele Polyphenole bleiben jedoch zu beachtlichen Teilen erhalten.
Besonders empfehlenswert sind Johannisbeeren als Zutat für Müslis, im Naturjoghurt, in Smoothies oder als fruchtige Ergänzung zu Blattsalaten. Ihr angenehm säuerliches Aroma harmoniert außerdem hervorragend mit beliebten Käsesorten, Wildgerichten, Geflügel oder feinem Gebäck.
Beim Einkochen zu Marmeladen oder Gelees geht zwar ein Teil des Vitamin C verloren, Ballaststoffe, Pektin und viele Polyphenole bleiben jedoch zu beachtlichen Teilen erhalten.
Besonders empfehlenswert sind Johannisbeeren als Zutat für Müslis, im Naturjoghurt, in Smoothies oder als fruchtige Ergänzung zu Blattsalaten. Ihr angenehm säuerliches Aroma harmoniert außerdem hervorragend mit beliebten Käsesorten, Wildgerichten, Geflügel oder feinem Gebäck.
Ernte und Lagerung
Reife Johannisbeeren werden möglichst trocken und am besten als ganze Rispen geerntet. So bleiben sie länger frisch und sind weniger druckempfindlich. Im Kühlschrank - idealerweise ungewaschen und locker ausgebreitet - halten sich Johannisbeeren bis zu einer Woche. Erst unmittelbar vor dem Verzehr sollten sie gewaschen werden, da Feuchtigkeit den Verderb beschleunigt.
Für eine längere Vorratshaltung empfiehlt sich das Einfrieren ganzer Rispen. Nach dem Anfrieren können die Beeren leicht abgestreift und portionsweise verpackt werden.
Für eine längere Vorratshaltung empfiehlt sich das Einfrieren ganzer Rispen. Nach dem Anfrieren können die Beeren leicht abgestreift und portionsweise verpackt werden.
Fazit
Die diesjährige Ernte zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in heimischen Johannisbeeren steckt. Die vielen Sonnenstunden haben vielerorts für hervorragend ausgereifte, aromatische Früchte gesorgt. Rote Johannisbeeren überzeugen dabei nicht nur geschmacklich, sondern auch durch ihre wertvollen Inhaltsstoffe, ihre vielseitige Verwendung und ihre hervorragende Eignung für eine ausgewogene Ernährung. Frisch verzehrt oder schonend tiefgekühlt gehören sie zu den hochwertigsten saisonalen Früchten des Sommers - regional, nachhaltig und ernährungsphysiologisch ausgesprochen wertvoll.
Auch aus gärtnerischer Sicht zählen Johannisbeeren zu den nachhaltigsten Beerenobstarten im Hausgarten. Die mehrjährigen Sträucher liefern über viele Jahre zuverlässig Erträge und sind vergleichsweise robust.
Auch aus gärtnerischer Sicht zählen Johannisbeeren zu den nachhaltigsten Beerenobstarten im Hausgarten. Die mehrjährigen Sträucher liefern über viele Jahre zuverlässig Erträge und sind vergleichsweise robust.