Jeder will Hendl haben, Nachfrage bleibt hoch
Der Masthühnermarkt präsentiert sich weiterhin freundlich. Hühnerfleisch bleibt innerhalb der Europäischen Union die wachstumsstärkste Fleischsparte und profitiert von einer anhaltend hohen Nachfrage der Konsumenten. Laut EU-Kurzfristausblick wird für 2026 ein Anstieg der Geflügelfleischproduktion von rund 1,4 Prozent erwartet. Gleichzeitig soll der Verbrauch um rund 2,1 Prozent zunehmen und damit stärker wachsen als die Produktion. Die Kombination aus steigender Nachfrage, begrenztem Angebotswachstum und stabilen Preisen sorgt für insgesamt anhaltend positive Perspektiven am europäischen Geflügelmarkt.
Auch in Österreich setzt sich dieser Trend fort. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Hühnerfleisch ist 2025 um 0,74 Kilo auf 18,7 Kilo gestiegen. Allein daraus ergibt sich rechnerisch ein zusätzlicher Bedarf von rund 450.000 bis 500.000 Stallplätzen. Gleichzeitig ist der Selbstversorgungsgrad um fünf Prozent gestiegen. Die heimische Produktion gewinnt damit weiter an Bedeutung und kann einen größeren Teil der steigenden Nachfrage decken.
Auch in Österreich setzt sich dieser Trend fort. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Hühnerfleisch ist 2025 um 0,74 Kilo auf 18,7 Kilo gestiegen. Allein daraus ergibt sich rechnerisch ein zusätzlicher Bedarf von rund 450.000 bis 500.000 Stallplätzen. Gleichzeitig ist der Selbstversorgungsgrad um fünf Prozent gestiegen. Die heimische Produktion gewinnt damit weiter an Bedeutung und kann einen größeren Teil der steigenden Nachfrage decken.
Langfristige Entwicklung
Auf Erzeugerebene zeigen sich die Märkte weiterhin dynamisch. Das lässt sich auch am Willen der heimischen Schlachthöfe erkennen, bäuerliche Betriebe bei Investitionsvorhaben zu unterstützen. Damit kann der Markt als aufnahmefähig eingestuft werden. Besonders positiv wird bewertet, dass mehrere Schlachtunternehmen aktuell in zusätzliche Kapazitäten und Infrastruktur investieren. Diese Investitionen unterstreichen das Vertrauen in die langfristige Entwicklung des Geflügelsektors.
Bruteier sind knapp
Ein wichtiges Thema bleibt derzeit die Verfügbarkeit von Bruteiern. Sowohl in Österreich als auch in mehreren europäischen Regionen ist eine Verknappung festzustellen. Zusätzliche Mengen müssen daher importiert werden. Die Versorgung mit Bruteiern und Küken zählt zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren für die weitere Entwicklung der heimischen Produktion. Da Österreich den heimischen Verbrauch an Hühnerfleisch nur zu 86 Prozent decken kann, importiert es überwiegend aus anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Zu den wichtigsten Herkunftsländern zählen Polen, Ungarn, Deutschland, die Niederlande und Tschechien. Darüber hinaus gelangen über den europäischen Binnenmarkt auch Mengen aus Brasilien, Thailand und der Ukraine auf den österreichischen Markt. Auf EU-Ebene bleiben ebenfalls Brasilien, die Ukraine und Thailand die wichtigsten Lieferländer für Geflügelfleischimporte. Die gesamten EU-Importe entsprechen derzeit rund sechs bis sieben Prozent der europäischen Geflügelfleischproduktion. Die Europäische Union bleibt aber Nettoexporteur von Geflügelfleisch.
Effiziente Fütterung
Trotz zuletzt gestiegener Futtermittelpreise und einer höheren Volatilität auf den Rohstoffmärkten bleibt die wirtschaftliche Situation der heimischen Mäster stabil. Die Versorgung mit Futtermitteln ist weiterhin gesichert, während die Geflügelmast von ihrer im Vergleich zu allen anderen Fleischarten herausragenden Futterverwertung profitiert. Dadurch schlagen steigende Futterkosten deutlich weniger stark auf die Produktionskosten durch als in anderen Bereichen der Tierhaltung. Dieser Effizienzvorteil unterstützt die positive Marktentwicklung.
Insgesamt bleiben die Perspektiven für die Masthühnerproduktion positiv. Der steigende Konsum, der höhere Selbstversorgungsgrad, die Investitionen entlang der Wertschöpfungskette und die anhaltend starke Nachfrage nach österreichischem Hühnerfleisch schaffen weiterhin ein attraktives Umfeld für Investitionen in bestehende und neue Produktionsstandorte.
Insgesamt bleiben die Perspektiven für die Masthühnerproduktion positiv. Der steigende Konsum, der höhere Selbstversorgungsgrad, die Investitionen entlang der Wertschöpfungskette und die anhaltend starke Nachfrage nach österreichischem Hühnerfleisch schaffen weiterhin ein attraktives Umfeld für Investitionen in bestehende und neue Produktionsstandorte.
Lanwirtschaft hält mit steigender Nachfrage mit
Der Pro-Kopf-Verbrauch (grün) ist im vergangenen Jahr um 740 Gramm gestiegen, was rund 500.000 Stallplätzen entspricht.
Geflügelbauern und Verarbeiter investieren kräftig, um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten. Der Selbstversorgungsgrad (gelb) bleibt relativ konstant.
Geflügelbauern und Verarbeiter investieren kräftig, um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten. Der Selbstversorgungsgrad (gelb) bleibt relativ konstant.