Hocheffizient und mit Solar
Umweltminister Norbert Totschnig hat herausragende Biomasse-Nahwärmeanlagen ausgezeichnet. Mit der „Nahwärme Fernitz“ und der „nah Wärme St. Ruprecht“ waren zwei steirische Vorzeigebetriebe, die seit Jahren Maßstäbe in Sachen Effizienz und Innovation setzen, dabei.
Beide Heizwerke demonstrieren eindrucksvoll, wie regionale Energieversorgung mit höchsten technischen Standards verbunden wird. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen des QM-Heizwerke Programms, das Qualitätsstandards für Biomasse-Wärmenetze in Österreich definiert.
Pionier-Leistung
Die Nahwärme Fernitz versorgt seit 2007 die Gemeinde mit Wärme aus regionalen Hackschnitzeln und hat sich durch kontinuierliche Optimierung hervorgetan. Ein besonderes Augenmerk legte das Heizwerk auf die technische Weiterentwicklung: Ein 200 Kubikmeter großer Pufferspeicher sorgt für optimale Lastverteilung, während eine CO-Lambda-Regelung eine besonders emissionsarme Verbrennung erlaubt.
„Die CO-Lambda-Regelung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung unserer Energieerzeugung“, erklärt Stefan Kurzmann, Geschäftsführer der Nahwärme Fernitz. „Wir sind stolz auf diese Auszeichnung und nehmen sie als Motivation für weitere Optimierungen in der Zukunft.“
Vorreiter-Rolle
Die „nah Wärme St. Ruprecht“ nimmt eine Vorreiterrolle bei der Kombination unterschiedlicher erneuerbarer Energieträger ein. Die bereits 2001 gegründete Gesellschaft integrierte 2019 eine rund 2.000 Quadratmeter große thermische Solaranlage in das bestehende Biomasse-Wärmenetz, unterstützt von insgesamt 240 Kubikmetern Pufferspeicher.
Große Motivation
„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung – sie motiviert uns, den eingeschlagenen Weg einer nachhaltigen Wärmeversorgung konsequent weiterzugehen“, betont Claus Matzer, Geschäftsführer der „nah Wärme St. Ruprecht“.
„Mit unserer Solarthermie nutzen wir Sonnenenergie direkt für die Wärmeerzeugung und decken an sonnigen Sommertagen den Wärmebedarf vollständig ab. An bewölkten und regnerischen Tagen übernimmt die Biomasse die Wärmeversorgung. Ein ideales Zusammenspiel: effizient, zuverlässig und klimafreundlich.“
Qualitäts-Standards
Das Programm QM-Heizwerke wurde von „klimaaktiv“ ins Leben gerufen und begleitet seit zwei Jahrzehnten Biomasse-Nahwärmeanlagen in Österreich. Ziel ist die Sicherstellung höchster Qualitätsstandards in Planung, Bau und Betrieb. Die Auszeichnung durch Umweltminister Norbert Totschnig würdigt Anlagen, die diese Anforderungen übertreffen und durch besondere Innovationen oder Vorbildwirkung herausragen.
Bestätigung
Für die Steiermark bedeuten die Auszeichnungen der beiden Heizwerke eine Bestätigung der regionalen Energiestrategie. Fernitz und St. Ruprecht stehen stellvertretend für die 630 steirischen Biomasseheizwerke, die erneuerbare Wärme bereitstellen und ein wesentlicher Baustein heimischer, versorgungssicherer Energie sind.
Beide zeigen eindrucksvoll, dass nachhaltige Wärmeversorgung mit regionaler Wertschöpfung, technischer Innovation und Klimaschutz vereinbar ist.
In St. Ruprecht sorgen große Pufferspeicher für Effizienz ...
...im Sommer wird Warmwasser per Solarthermie erzeugt.
Das Hackgut für die Nahwärme St. Ruprecht stammt aus einem Umkreis von 15 Kilometern.
Die Kessel liefern zwei Megawatt Leistung und verfügen über CO-Lambda-Verbrennungsregelung.
Die Nahwärme Fernitz hat ebenso in große Pufferspeicher und Verbrennungsregelung investiert.
St. Ruprecht
Technische Highlights.
2 Megawatt Kesselleistung, 240 m³ Pufferspeicher, 2.000 m² thermische Solaranlage, Hackgut aus einem Umkreis von 15 Kilometern, 8.300 Megawattstunden erzeugte Wärme
Auszeichnungsgrund.
Kombination von Biomasse mit Groß-Solarthermie, Optimierung, emissionsarme CO-Lambda-Verbrennungsregelung
2 Megawatt Kesselleistung, 240 m³ Pufferspeicher, 2.000 m² thermische Solaranlage, Hackgut aus einem Umkreis von 15 Kilometern, 8.300 Megawattstunden erzeugte Wärme
Auszeichnungsgrund.
Kombination von Biomasse mit Groß-Solarthermie, Optimierung, emissionsarme CO-Lambda-Verbrennungsregelung
Fernitz
Technische Highlights.
1,7 Megawatt Kesselleistung, 200 m³ Pufferspeicher, Rauchgaskondensation, 7.200 Megawattstunden erzeugte Wärme
Auszeichnungsgrund.
Umsetzung von Ausbau- und Optimierungsmaßnahmen über viele Jahre, emissionsarme CO-Lambda-Verbrennungsregelung
1,7 Megawatt Kesselleistung, 200 m³ Pufferspeicher, Rauchgaskondensation, 7.200 Megawattstunden erzeugte Wärme
Auszeichnungsgrund.
Umsetzung von Ausbau- und Optimierungsmaßnahmen über viele Jahre, emissionsarme CO-Lambda-Verbrennungsregelung