Heizkosten: Holz ist am günstigsten
Heizöl um die Hälfte teurer, Erdgas um knapp ein Drittel: Der Heizkostenvergleich 2026 der Landwirtschaftskammer zeigt, wie stark Haushalte mit fossilen Heizungen den Preisschwankungen ausgeliefert sind. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit Ölheizung steigen die Brennstoffkosten gegenüber dem Vorjahr um rund 1.600 Euro, bei Gas um gut 900 Euro. Wer mit Hackgut oder Brennholz heizt, zahlt dagegen nur 80 bis 100 Euro mehr. Wer eine neue Heizung plant, sollte nicht nur auf den aktuellen Brennstoffpreis schauen. Der Vergleich berücksichtigt daher auch die Gesamtkosten aus Anschaffung, Wartung und Betrieb. Ein günstiger Kessel kann über die Jahre teuer werden, eine höhere Investition rechnet sich dagegen oft.
Über 20 Jahre gerechnet, ist eine Hackgutheizung gegenüber einer Ölheizung bei heutigen Preisen mehr als 40.000 Euro günstiger. „Wer mit Holz aus der Region heizt, ist von den Preissprüngen auf den internationalen Öl- und Gasmärkten weitgehend unabhängig“, betont Klaus Engelmann, Energieexperte der Landwirtschaftskammer. „Gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung bei unseren Bäuerinnen und Bauern in der Region.“
Wärmepumpen profitieren heuer von leicht gesunkenen Strompreisen. Ob sie sich rechnen, hängt aber stark vom Gebäude ab: In gut gedämmten Häusern mit Fußbodenheizung arbeiten sie effizient, in älteren Gebäuden mit hohen Vorlauftemperaturen steigen Stromverbrauch und Kosten. Eine unabhängige Beratung vor der Entscheidung zahlt sich aus. Neben den Kosten spricht auch die Klimabilanz gegen Öl und Gas. Eine Ölheizung stößt im Vergleichshaus (links oben) fast zehn Tonnen CO2 pro Jahr aus, eine Gasheizung rund acht Tonnen. Steigende CO2-Preise werden fossile Brennstoffe künftig zusätzlich verteuern. Hackgut und Brennholz kommen dagegen aus heimischen Wäldern, oft direkt vom Bauernhof – mit kurzen Wegen und stabilen Preisen.
Über 20 Jahre gerechnet, ist eine Hackgutheizung gegenüber einer Ölheizung bei heutigen Preisen mehr als 40.000 Euro günstiger. „Wer mit Holz aus der Region heizt, ist von den Preissprüngen auf den internationalen Öl- und Gasmärkten weitgehend unabhängig“, betont Klaus Engelmann, Energieexperte der Landwirtschaftskammer. „Gleichzeitig bleibt die Wertschöpfung bei unseren Bäuerinnen und Bauern in der Region.“
Wärmepumpen profitieren heuer von leicht gesunkenen Strompreisen. Ob sie sich rechnen, hängt aber stark vom Gebäude ab: In gut gedämmten Häusern mit Fußbodenheizung arbeiten sie effizient, in älteren Gebäuden mit hohen Vorlauftemperaturen steigen Stromverbrauch und Kosten. Eine unabhängige Beratung vor der Entscheidung zahlt sich aus. Neben den Kosten spricht auch die Klimabilanz gegen Öl und Gas. Eine Ölheizung stößt im Vergleichshaus (links oben) fast zehn Tonnen CO2 pro Jahr aus, eine Gasheizung rund acht Tonnen. Steigende CO2-Preise werden fossile Brennstoffe künftig zusätzlich verteuern. Hackgut und Brennholz kommen dagegen aus heimischen Wäldern, oft direkt vom Bauernhof – mit kurzen Wegen und stabilen Preisen.
Hackgut
Hackgut ist erneut der günstigste Brennstoff im Vergleich, die Kosten sind gegenüber dem Vorjahr nur leicht gestiegen. Auch bei den Gesamtkosten liegt Hackgut mit 4.333 Euro pro Jahr trotz höherer Anschaffungskosten auf Platz eins. Hackgutheizungen sind hoch automatisiert und bieten hohen Komfort. Je größer der Wärmebedarf, desto größer der Kostenvorteil. Brennstoffkosten:
- Gesamtkosten pro Jahr: 4.333 Euro
- Heizkosten pro Jahr: 1.220 Euro
Stückholz
Brennholz bleibt mit einem Plus von nur fünf Prozent sehr preisstabil. Bei den Gesamtkosten liegt es mit 4.374 Euro pro Jahr nur knapp hinter Hackgut auf Platz zwei. Stückholzheizungen sind robust, einfach und günstig in der Anschaffung. Wer den manuellen Heizvorgang nicht scheut und eigenes Holz nutzen kann, heizt mit Brennholz besonders wirtschaftlich. Brennstoffkosten:
- Gesamtkosten pro Jahr: 4.374 Euro
- Heizkosten pro Jahr: 2.072 Euro
Pellets
Pellets sind gegenüber dem Vorjahr deutlich teurer geworden, die Brennstoffkosten (unten) stiegen um knapp 30 Prozent. Bei den Gesamtkosten liegen Pelletsheizungen mit 5.299 Euro aber weiterhin auf Platz drei. Sie sind komfortabel, platzsparender als Hackgut und praktisch in allen Gebäuden einsetzbar. Pellets-Scheitholz-Kombikessel erlauben zudem das Heizen mit eigenem Holz.
- Gesamtkosten pro Jahr: 5.299 Euro
- Heizkosten pro Jahr: 2.609 Euro
Erdgas
Die Gaskosten sind gegenüber dem Vorjahr um knapp 30 Prozent gestiegen. Dank niedriger Anschaffungskosten erreicht die Gas-Brennwertheizung bei den Gesamtkosten mit 5.647 Euro Platz vier. Mit knapp acht Tonnen CO2 pro Jahr verursacht sie jedoch hohe Emissionen, dazu kommt die Abhängigkeit von volatilen Weltmärkten. Brennstoffkosten:
- Gesamtkosten pro Jahr: 5.647 Euro
- Heizkosten pro Jahr: 4.166 Euro
Luftwärmepumpe
Luftwärmepumpen arbeiten im Jahresschnitt weniger effizient als Erdwärmepumpen. Dafür sind die Anschaffungskosten deutlich niedriger, eine Erdsonde entfällt. Bei den Gesamtkosten erreicht die Luftwärmepumpe mit 6.075 Euro pro Jahr Platz fünf. Sinnvoll ist sie vor allem in gut gedämmten Gebäuden mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Brennstoffkosten:
- Gesamtkosten pro Jahr: 6.075 Euro
- Heizkosten pro Jahr: 2.698 Euro
Erdwärmepumpe
Die Erdwärmepumpe profitiert vom leicht gesunkenen Strompreis und einer hohen Effizienz. Bei den Brennstoffkosten erreicht sie damit Platz drei. Die hohen Investitionskosten inklusive Erdsonde bringen sie bei den Gesamtkosten mit 6.271 Euro jedoch nur auf Platz sechs. Gut geeignet ist sie vor allem für gut gedämmte Gebäude mit Flächenheizung. Brennstoffkosten:
- Gesamtkosten pro Jahr: 6.271 Euro
- Heizkosten pro Jahr: 2.178 Euro
Heizöl
Heizöl ist bei Brennstoff- und Gesamtkosten Schlusslicht. Die Brennstoffkosten sind gegenüber dem Vorjahr um rund 50 Prozent gestiegen. Mit 6.543 Euro pro Jahr ist die Ölheizung das teuerste System im Vergleich. Mit rund 9,7 Tonnen CO2 jährlich verursacht sie zudem die höchsten Emissionen. Wer noch mit Öl heizt, sollte rasch den Umstieg planen. Brennstoffkosten:
- Gesamtkosten pro Jahr: 6.543 Euro
- Heizkosten pro Jahr: 4.791 Euro