Grundwasserschutz: Stickstoffmesspflicht fällt
„Grundwasserschutz bleibt konsequent und unnötige Bürokratie wird reduziert.“ Unter diesem Aufhänger plant das Land Steiermark im Rahmen der Überprüfung des Grundwasserschutz-Programmes die sofortige Aufhebung der verpflichtenden Messung des Stickstoffgehaltes von Wirtschaftsdünger.
Gute Wasserqualität
Zum Hintergrund: Die Grundwasserqualitäten zeigen sich im Verordnungsgebiet von Graz bis Bad Radkersburg bei 70 Prozent der Messstellen gleichbleibend oder verbessert. Herausfordernd bleibt die Situation im Leibnitzer Feld und im Unteren Murtal. Eine umfassende Studie im Auftrag des Landes zeigt, dass rund 13 Prozent der insgesamt 370 Messstellen nach wie vor den gültigen Grenzwert von 45 Milligramm pro Liter (mg/l) Wasser überschreiten. Diese „Nitrat-Hotspots“ stehen unter besonderer Beobachtung der Gewässeraufsicht. Insgesamt zeigen rund 30 Prozent der gesetzlich im Rahmen der Grundwasser-Zustands-Überwachungs-Verordnung (GZÜV) festgelegten Messpegel leider keine nachweisbare Verbesserung.
Fast 400 Messstellen
Der Behörde sind bei der Bewertung der Messwerte strenge Regeln vorgegeben. Die Qualitätszielverordnung Chemie Grundwasser (QZV Chemie Grundwasser) gibt genaue Anleitungen, wie die erhobenen Messwerte zu verrechnen sind und ab welchen Grenzen die Behörde Aktionen setzen muss. Wird zum Beispiel an mehr als 30 Prozent der Pegelmessstellen der Parameterwert überschritten, ist der Landeshauptmann verpflichtet, ein Beobachtungsgebiet auszuweisen. Dieses beinhaltet in der Regel klare Vorgaben für die Aufzeichnungen der Düngerausbringung zu den einzelnen landwirtschaftlichen Kulturen betreffend Art und Menge des Düngers sowie den Zeitpunkt der Düngerausbringung.
In der Steiermark werden aktuell 393 Grundwasser-Messstellen beprobt. Die Beprobung erfolgt in der Regel vierteljährlich. Für Nitrat gilt eine Grundwasser-Messstelle als gefährdet, wenn das arithmetische Mittel der letzten drei Kalenderjahre über dem Parameterwert (Schwellenwert) von 45 mg Nitrat pro Liter Wasser liegt. Verschärfend wirkt, dass mit dem Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan des Bundesministeriums für Oberflächen- und Grundwässer bis 2027 der gute Zustand der Wasserqualitäten zu erreichen ist. Bei Nicht-Erreichung der Ziele drohen der Republik Österreich Sanktionen der EU in Form von Strafzahlungen.
Die Situation im Gebiet des Grundwasserschutzprogrammes bleibt nach wie vor herausfordernd. Ein besonderer Dank gilt den bemühten Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern, die die Grundwassersituation in den letzten Jahren deutlich verbessern konnten. Die gegenständliche Novelle ist ein erster Schritt der Erleichterung, insbesondere für tierhaltende Betriebe!
In der Steiermark werden aktuell 393 Grundwasser-Messstellen beprobt. Die Beprobung erfolgt in der Regel vierteljährlich. Für Nitrat gilt eine Grundwasser-Messstelle als gefährdet, wenn das arithmetische Mittel der letzten drei Kalenderjahre über dem Parameterwert (Schwellenwert) von 45 mg Nitrat pro Liter Wasser liegt. Verschärfend wirkt, dass mit dem Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan des Bundesministeriums für Oberflächen- und Grundwässer bis 2027 der gute Zustand der Wasserqualitäten zu erreichen ist. Bei Nicht-Erreichung der Ziele drohen der Republik Österreich Sanktionen der EU in Form von Strafzahlungen.
Die Situation im Gebiet des Grundwasserschutzprogrammes bleibt nach wie vor herausfordernd. Ein besonderer Dank gilt den bemühten Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern, die die Grundwassersituation in den letzten Jahren deutlich verbessern konnten. Die gegenständliche Novelle ist ein erster Schritt der Erleichterung, insbesondere für tierhaltende Betriebe!