Getreide: Globales Potenzial eingetrübt
Das anhaltende Hin und Her im Nahen Osten sorgt dafür, dass die Energiepreise und in der Folge auch die Preise im Getreidekomplex mittelfristig kaum zur Ruhe kommen. Dabei wirken sich die hohen Betriebsmittelpreise für Diesel und Dünger zusätzlich stark auf den Markt aus und beeinflussen zunehmend auch das Anbauverhalten der Landwirte.
Vor diesem Hintergrund geht auch der aktuelle Report des Internationalen Getreiderates (IGC) von Ende März von einer spürbar schwächeren globalen Getreideproduktion in der Saison 2026/27 aus. Nach aktuellen Schätzungen soll die Erzeugung um rund 53 Mio. t zurückgehen und insgesamt etwa 2,42 Mrd. t erreichen. Gleichzeitig setzt sich der Anstieg der globalen Nachfrage fort: Erwartet wird ein Plus von 17 Mio. t auf insgesamt 2,44 Mrd. t. Weitere militärische Angriffe könnten zusätzliche Störungen der weltweiten Agrarlieferketten nach sich ziehen und übersteigende Energie- und Düngemittelkosten das Ertragspotenzial der Ernten weltweit beeinträchtigen.
Besonders kritisch wird dabei die Lage im Bereich der Düngemittelversorgung eingeschätzt. Bis zu 35% der weltweiten Harnstoffexporte sowie rund 30% der Ammoniaklieferungen passieren die Straße von Hormus. Die zeitweise Sperrung dieser Route sowie die Schließung einzelner Produktionsanlagen haben bereits zu einem spürbaren Preisanstieg bei Düngemitteln geführt. Auch wenn die Versorgung für die bevorstehende Aussaat auf der Nordhalbkugel kurzfristig noch als ausreichend gilt, könnten sich in anderen Weltregionen deutliche Auswirkungen auf die Anbauentscheidungen ergeben. Insbesondere Teile Asiens und Afrikas gelten laut IGC als stark abhängig von Düngemittellieferungen aus der Golfregion.
Wie die AMA berichtet, ist der FAO-Nahrungsmittel-Preisindex im März bereits auf 128,5 Punkte gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 2,4% gegenüber dem revidierten Februarwert und markiert den zweiten Anstieg in Folge. Sämtliche Rohstoffgruppen verzeichneten Preiszuwächse, wenn auch in unterschiedlicher Intensität. Sowohl die Indizes für Getreide, Fleisch, Milchprodukte, Pflanzenöle als auch für Zucker legten zu. Im Jahresvergleich lag der FAO-Nahrungsmittel-Preisindex damit um 1,0% über dem Vorjahresniveau, blieb jedoch deutlich unter seinem historischen Höchststand und notierte rund 19,8% unter dem im März 2022 erreichten Rekordwert.
In der EU wird die Produktion von Sojabohnen voraussichtlich über dem Vorjahresniveau liegen. Die EU-Kommission rechnet mit einer Erzeugung von 2,8 Mio. t, was einem Zuwachs von rund 2% entspricht. Mit 486.000 t könnte zudem die Produktion von Süßlupinen das Vorjahresergebnis um 16,5% übertreffen und gleichzeitig einen neuen Rekordwert erreichen. Darüber hinaus plant Brüssel, bis zum Sommer einen EU-Proteinplan vorzulegen, der die Importabhängigkeit der Union bei pflanzlichen Eiweißträgern verringern sollte.
Kurz gesagt bedeutet die aktuelle Situation für das steirische Anbauverhalten ein Mehr an Soja & Eiweißpflanzen, und mehr Zurückhaltung bei stark düngerabhängigen Kulturen, vor allem bei reinen Marktfruchtbetrieben bzw. je nach Verfügbarkeit von Wirtschaftsdünger, breitere Fruchtfolgen und weniger Risikobereitschaft. Kosteneffizienz steht diesmal vor der Maximierung der Erträge.
Vor diesem Hintergrund geht auch der aktuelle Report des Internationalen Getreiderates (IGC) von Ende März von einer spürbar schwächeren globalen Getreideproduktion in der Saison 2026/27 aus. Nach aktuellen Schätzungen soll die Erzeugung um rund 53 Mio. t zurückgehen und insgesamt etwa 2,42 Mrd. t erreichen. Gleichzeitig setzt sich der Anstieg der globalen Nachfrage fort: Erwartet wird ein Plus von 17 Mio. t auf insgesamt 2,44 Mrd. t. Weitere militärische Angriffe könnten zusätzliche Störungen der weltweiten Agrarlieferketten nach sich ziehen und übersteigende Energie- und Düngemittelkosten das Ertragspotenzial der Ernten weltweit beeinträchtigen.
Besonders kritisch wird dabei die Lage im Bereich der Düngemittelversorgung eingeschätzt. Bis zu 35% der weltweiten Harnstoffexporte sowie rund 30% der Ammoniaklieferungen passieren die Straße von Hormus. Die zeitweise Sperrung dieser Route sowie die Schließung einzelner Produktionsanlagen haben bereits zu einem spürbaren Preisanstieg bei Düngemitteln geführt. Auch wenn die Versorgung für die bevorstehende Aussaat auf der Nordhalbkugel kurzfristig noch als ausreichend gilt, könnten sich in anderen Weltregionen deutliche Auswirkungen auf die Anbauentscheidungen ergeben. Insbesondere Teile Asiens und Afrikas gelten laut IGC als stark abhängig von Düngemittellieferungen aus der Golfregion.
Wie die AMA berichtet, ist der FAO-Nahrungsmittel-Preisindex im März bereits auf 128,5 Punkte gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 2,4% gegenüber dem revidierten Februarwert und markiert den zweiten Anstieg in Folge. Sämtliche Rohstoffgruppen verzeichneten Preiszuwächse, wenn auch in unterschiedlicher Intensität. Sowohl die Indizes für Getreide, Fleisch, Milchprodukte, Pflanzenöle als auch für Zucker legten zu. Im Jahresvergleich lag der FAO-Nahrungsmittel-Preisindex damit um 1,0% über dem Vorjahresniveau, blieb jedoch deutlich unter seinem historischen Höchststand und notierte rund 19,8% unter dem im März 2022 erreichten Rekordwert.
In der EU wird die Produktion von Sojabohnen voraussichtlich über dem Vorjahresniveau liegen. Die EU-Kommission rechnet mit einer Erzeugung von 2,8 Mio. t, was einem Zuwachs von rund 2% entspricht. Mit 486.000 t könnte zudem die Produktion von Süßlupinen das Vorjahresergebnis um 16,5% übertreffen und gleichzeitig einen neuen Rekordwert erreichen. Darüber hinaus plant Brüssel, bis zum Sommer einen EU-Proteinplan vorzulegen, der die Importabhängigkeit der Union bei pflanzlichen Eiweißträgern verringern sollte.
Kurz gesagt bedeutet die aktuelle Situation für das steirische Anbauverhalten ein Mehr an Soja & Eiweißpflanzen, und mehr Zurückhaltung bei stark düngerabhängigen Kulturen, vor allem bei reinen Marktfruchtbetrieben bzw. je nach Verfügbarkeit von Wirtschaftsdünger, breitere Fruchtfolgen und weniger Risikobereitschaft. Kosteneffizienz steht diesmal vor der Maximierung der Erträge.