Borkenkäfer: Hinschauen, erkennen, handeln
Waldhygiene beginnt mit Aufmerksamkeit
Die wichtigste Maßnahme ist eine konsequente Waldhygiene. Geworfene oder gebrochene Fichten sollten rasch aufgearbeitet und abgefrachtet werden. Auch stärkeres Kronen- und Astmaterial darf nicht übersehen werden, da es insbesondere dem Kupferstecher als Brutmaterial dienen kann. Ebenso muss unbefallenes, fängisches Fichtenholz im Blick bleiben. Frisch geschlägertes Holz sowie Windwurf- und Schneebruchholz sollten während der Schwärmzeit nicht über längere Zeit unbehandelt im Wald verbleiben.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen ehemalige Käfernester, Bestandesränder, südexponierte Lagen sowie Windwurf- und Schneebruchflächen. Während der Schwärmzeit sollten diese Bereiche wöchentlich kontrolliert werden. Die Bohrmehlsuche ist besonders nach trockenen Tagen erfolgversprechend. Nach Regen muss sie wiederholt werden, weil Bohrmehl abgewaschen sein kann.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen ehemalige Käfernester, Bestandesränder, südexponierte Lagen sowie Windwurf- und Schneebruchflächen. Während der Schwärmzeit sollten diese Bereiche wöchentlich kontrolliert werden. Die Bohrmehlsuche ist besonders nach trockenen Tagen erfolgversprechend. Nach Regen muss sie wiederholt werden, weil Bohrmehl abgewaschen sein kann.
Bohrmehl ist das wichtigste Frühsymptom
Feines, braunes Bohrmehl sammelt sich an Rindenschuppen, am Stammfuß, in Spinnweben oder auf der Bodenvegetation. Einbohrlöcher, Harzaustritt oder Harztrichter sind weitere Hinweise.
Im weiteren Befallsverlauf verliert die Krone an Farbe, grüne Nadeln liegen am Stammfuß und Spechte schlagen die Rinde ab. Verfärbt sich die Krone braun oder fällt die Rinde bereits ab, ist der Befall meist weit fortgeschritten. Dann können viele Käfer den Baum bereits verlassen haben. Deshalb muss auch der umliegende Bestand nach frischem Neubefall abgesucht werden.
Im weiteren Befallsverlauf verliert die Krone an Farbe, grüne Nadeln liegen am Stammfuß und Spechte schlagen die Rinde ab. Verfärbt sich die Krone braun oder fällt die Rinde bereits ab, ist der Befall meist weit fortgeschritten. Dann können viele Käfer den Baum bereits verlassen haben. Deshalb muss auch der umliegende Bestand nach frischem Neubefall abgesucht werden.
Befallenes Holz rasch unschädlich machen
Frisch befallene Bäume müssen gefällt und rechtzeitig aus dem Wald gebracht werden. Ist ein rascher Abtransport nicht möglich, kommen Hacken, Zerkleinern oder Entrinden infrage.
Die Entrindung ist besonders wirksam, solange sich Eier, Larven oder Puppen – die sogenannten weißen Stadien – unter der Rinde befinden. Ein kleines Rindenfenster zeigt den Entwicklungsstand der Brut und hilft bei der Wahl der Maßnahme. Durch das Ablösen und Austrocknen wird die Entwicklung unterbrochen. Sind bereits ausgefärbte Jungkäfer vorhanden, darf die abgelöste Rinde nicht unbehandelt im Wald verbleiben. Sie muss abgeführt, zerkleinert oder anderweitig unschädlich gemacht werden.
Bei größeren Holzmengen kann die maschinelle Entrindung mit Harvesteraggregaten sinnvoll sein. Bei kleineren Mengen kann sie mit einem speziellen Motorsägenaufsatz oder händisch mit dem Schäleisen erfolgen. Die Entrindung verursacht zusätzliche Kosten. Gerät eine Borkenkäferpopulation jedoch in eine Massenvermehrung, können Verluste und Aufarbeitungsaufwand deutlich höher ausfallen.
Mit dem Fällen des sichtbaren Käferbaumes ist die Kontrolle nicht abgeschlossen. Das ehemalige Käfernest und sein Umfeld müssen in den folgenden Wochen kontrolliert werden, da benachbarte Fichten frisch befallen sein können.
Bei Windwurf, Schneedruck und unter Spannung stehendem Holz gilt: Sicherheit geht vor. Im Zweifelsfall sollte professionelle Unterstützung in Anspruch genommen werden.
Die Entrindung ist besonders wirksam, solange sich Eier, Larven oder Puppen – die sogenannten weißen Stadien – unter der Rinde befinden. Ein kleines Rindenfenster zeigt den Entwicklungsstand der Brut und hilft bei der Wahl der Maßnahme. Durch das Ablösen und Austrocknen wird die Entwicklung unterbrochen. Sind bereits ausgefärbte Jungkäfer vorhanden, darf die abgelöste Rinde nicht unbehandelt im Wald verbleiben. Sie muss abgeführt, zerkleinert oder anderweitig unschädlich gemacht werden.
Bei größeren Holzmengen kann die maschinelle Entrindung mit Harvesteraggregaten sinnvoll sein. Bei kleineren Mengen kann sie mit einem speziellen Motorsägenaufsatz oder händisch mit dem Schäleisen erfolgen. Die Entrindung verursacht zusätzliche Kosten. Gerät eine Borkenkäferpopulation jedoch in eine Massenvermehrung, können Verluste und Aufarbeitungsaufwand deutlich höher ausfallen.
Mit dem Fällen des sichtbaren Käferbaumes ist die Kontrolle nicht abgeschlossen. Das ehemalige Käfernest und sein Umfeld müssen in den folgenden Wochen kontrolliert werden, da benachbarte Fichten frisch befallen sein können.
Bei Windwurf, Schneedruck und unter Spannung stehendem Holz gilt: Sicherheit geht vor. Im Zweifelsfall sollte professionelle Unterstützung in Anspruch genommen werden.
Zuschauen ist keine Strategie
Borkenkäfer lassen sich nicht aus dem Wald verdrängen. Waldbesitzer:innen können aber beeinflussen, wie viel Brutmaterial sie vorfinden. Auch das Forstgesetz verpflichtet dazu, Befall rechtzeitig zu bekämpfen und befallenes Material rasch aufzuarbeiten. Wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt, muss mit Sanktionen rechnen. Regelmäßige Kontrollen, rasche Aufarbeitung und konsequente Waldhygiene sind die wirksamsten Hebel, um Schäden klein zu halten. Wer Befall früh erkennt und rechtzeitig handelt, schützt den eigenen Bestand und die angrenzenden Wälder.