Beerenjahr 2026: Knappere Erträge
Trockenheit und Frost führen heuer teils zu Ertragsrückgängen. Das führt aber auch zu stabileren Märkten.
Die heurige Beerenproduktion ist durch ein herausforderndes Frühjahr geprägt: Trockenheit und punktuell strenge Spätfröste verursachten markante Schäden. Dank der Innovationskraft der Beerenobstbetriebe und massiver Investitionen in Bewässerung und Frostschutz konnten die Wetterkapriolen allerdings vielerorts abgefedert werden. So ist heuer zwar keine Rekordernte, jedoch ein - angesichts der Wetterkapriolen - solider Ertrag zu erwarten.
Zu Saisonbeginn zeigte sich laut Meldung der AMA ein stabiles Preisumfeld mit Großhandelspreisen auf Vorjahresniveau, nachdem das Angebot insbesondere aus Spanien relativ überschaubar war. Damit musste der Handel den Fokus rasch auf das Einsetzen der Inlandsware legen.
Die regionale Produktion positioniert sich daher zunehmend im Premiumsegment und versucht über Geschmack und Frische als auch über die Argumente Regionalität und Nachhaltigkeit zu punkten. Diese Differenzierung ist im österreichischen Beerenmarkt zentral, wo neben Erdbeeren auch Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren und Co. von Juni bis in den November das Angebot verbreitern und die Nachfrage nach regionalen Produkten stützen.
Während in der Steiermark - nach den Verarbeitungsobstarten Holunder und Schwarze Johannisbeere - die Kulturheidelbeere inzwischen mit 170 Hektar Anbaufläche die flächenmäßig stärkste Kultur ist, ist die Erdbeere, die von den meisten Bäuerinnen und Bauern angebaute Obstart. Rund 60 steirischen Betriebe bewirtschaften etwa 150 Hektar, und setzen überwiegend auf Direktvermarktung und Selbstpflücke. Damit erreichen sie möglichst kurze Lieferketten. Diese Struktur ermöglicht hohe Frische und Qualitätsdifferenzierung gegenüber Importware, die oft lange Transportwege aufweist. Parallel dazu gewinnt der geschützte Anbau mittels Folien und Gewächshäusern weiter an Bedeutung, um die Saison zeitlich auszuweiten und wetterbedingte Risiken zu reduzieren.
Die Preisspannen sind stark zeit-, regions- und vermarktungsabhängig und bewegen sich in der heurigen Vermarktungssaison bei Erdbeeren von 16 Euro pro Kilo für gepflückte, frühe Premiumware im Raum Graz bis hin zu 3,80 Euro pro Kilo für selbstgepflückte Erdbeeren in der Hauptsaison in ländlicheren, peripheren Gebieten der Steiermark ausserhalb der Ballungsräume.
Im österreichweiten Vergleich zeigt sich ein strukturelles Defizit zwischen Produktion und Verbrauch: Bei Erdbeeren stehen rund 14.300 t heimischer Erzeugung einer Inlandsverwendung von etwa 40.400 t gegenüber; der Selbstversorgungsgrad liegt damit nur bei rund 35%. Demgegenüber ist die Nachfrage stabil bis wachsend (ca. 12.000 t Absatz im LEH, steigende Ausgaben und Preise), was die Importabhängigkeit insbesondere außerhalb der Saison erklärt. Hierzu ist jedoch anzumerken, dass die Erdbeere außerhalb der Saison nahezu ausschließlich über den Lebensmitteleinzelhandel verkauft wird, was hohen Preisdruck mit sich bringt und bei österreichischer Ware aufgrund der klimatischen Rahmenbedingungen sowie hohen Energie- und Arbeitskosten Wettbewerbsnachteile nach sich zieht. Somit ist für heimische Ware in produktionskostenintensiven Zeiträumen nur eine Produktion für das Premiumsegment möglich, welches nur einen Bruchteil des Marktvolumens ausmacht.
Zu Saisonbeginn zeigte sich laut Meldung der AMA ein stabiles Preisumfeld mit Großhandelspreisen auf Vorjahresniveau, nachdem das Angebot insbesondere aus Spanien relativ überschaubar war. Damit musste der Handel den Fokus rasch auf das Einsetzen der Inlandsware legen.
Die regionale Produktion positioniert sich daher zunehmend im Premiumsegment und versucht über Geschmack und Frische als auch über die Argumente Regionalität und Nachhaltigkeit zu punkten. Diese Differenzierung ist im österreichischen Beerenmarkt zentral, wo neben Erdbeeren auch Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren und Co. von Juni bis in den November das Angebot verbreitern und die Nachfrage nach regionalen Produkten stützen.
Während in der Steiermark - nach den Verarbeitungsobstarten Holunder und Schwarze Johannisbeere - die Kulturheidelbeere inzwischen mit 170 Hektar Anbaufläche die flächenmäßig stärkste Kultur ist, ist die Erdbeere, die von den meisten Bäuerinnen und Bauern angebaute Obstart. Rund 60 steirischen Betriebe bewirtschaften etwa 150 Hektar, und setzen überwiegend auf Direktvermarktung und Selbstpflücke. Damit erreichen sie möglichst kurze Lieferketten. Diese Struktur ermöglicht hohe Frische und Qualitätsdifferenzierung gegenüber Importware, die oft lange Transportwege aufweist. Parallel dazu gewinnt der geschützte Anbau mittels Folien und Gewächshäusern weiter an Bedeutung, um die Saison zeitlich auszuweiten und wetterbedingte Risiken zu reduzieren.
Die Preisspannen sind stark zeit-, regions- und vermarktungsabhängig und bewegen sich in der heurigen Vermarktungssaison bei Erdbeeren von 16 Euro pro Kilo für gepflückte, frühe Premiumware im Raum Graz bis hin zu 3,80 Euro pro Kilo für selbstgepflückte Erdbeeren in der Hauptsaison in ländlicheren, peripheren Gebieten der Steiermark ausserhalb der Ballungsräume.
Im österreichweiten Vergleich zeigt sich ein strukturelles Defizit zwischen Produktion und Verbrauch: Bei Erdbeeren stehen rund 14.300 t heimischer Erzeugung einer Inlandsverwendung von etwa 40.400 t gegenüber; der Selbstversorgungsgrad liegt damit nur bei rund 35%. Demgegenüber ist die Nachfrage stabil bis wachsend (ca. 12.000 t Absatz im LEH, steigende Ausgaben und Preise), was die Importabhängigkeit insbesondere außerhalb der Saison erklärt. Hierzu ist jedoch anzumerken, dass die Erdbeere außerhalb der Saison nahezu ausschließlich über den Lebensmitteleinzelhandel verkauft wird, was hohen Preisdruck mit sich bringt und bei österreichischer Ware aufgrund der klimatischen Rahmenbedingungen sowie hohen Energie- und Arbeitskosten Wettbewerbsnachteile nach sich zieht. Somit ist für heimische Ware in produktionskostenintensiven Zeiträumen nur eine Produktion für das Premiumsegment möglich, welches nur einen Bruchteil des Marktvolumens ausmacht.