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Weidehalter veredeln unser Land

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05.05.2026 | von Rudolf Grabner

Bedeutung der Alm- und Weidehaltung stark unterschätzt – deshalb hat die UNO das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Weidelandschaften und Hirten ausgerufen

Für den Almauftrieb gibt es eine goldene Regel: Ein Drittel der Fläche sollte schon grün sein, ein Drittel darf noch braun und ein Drittel kann noch mit Schnee bedeckt sein © GRABNER
Für den Almauftrieb gibt es eine goldene Regel: Ein Drittel der Fläche sollte schon grün sein, ein Drittel darf noch braun und ein Drittel kann noch mit Schnee bedeckt sein © GRABNER
Für die Ernährung der Weltbevölkerung spielen Weiden eine zentrale Rolle: Auf rund zwei Drittel der weltweit landwirtschaftlich nutzbaren Fläche wächst nur Gras. Weiden erfüllen dabei weit mehr als nur eine Produktionsfunktion. Sie prägen Landschaften, sichern die Lebensmittelversorgung, stabilisieren Ökosysteme, leisten einen Beitrag zum Klimaschutz und sind zugleich ein wichtiger Teil der kulturellen Identität.

Häufig unterschätzt

Die Bedeutung der Alm- und Weidehaltung wird stark unterschätzt. Ihre vielfältigen Funktionen treten im Alltag kaum in Erscheinung – sie sind einfach da, scheinbar selbstverständlich wie in früheren Jahrzehnten. Ihre Bedeutung wird vielen erst dann bewusst, wenn sie nicht mehr da sind. 
Besonders deutlich zeigt sich dieser Wandel im Süden der Steiermark – in Regionen, in denen Alternativen wie Getreide-, Mais-, Obst-, Wein- oder Gemüseanbau möglich sind und bessere Erträge pro Hektar erwarten lassen. Mittlerweile gibt es viele Gemeinden ohne oder nur noch mit sehr wenigen Tierhaltern. 
Damit verschwinden auch die Tiere zunehmend aus dem Landschaftsbild. Übrig bleibt oft nur das Idealbild aus Werbeeinschaltungen, die uns glückliche Rinder und Schweine auf der grünen Wiese zeigen. 

Rinder bis Ziegen

Die Weide liefert das günstigste Futter, weil außer der Weidepflege und -düngung keine technische Unterstützung notwendig ist. Die Tiere holen sich das Futter selbst und lassen einen Teil von Kot und Harn als Dünger auf der Weide. 
Die Weide liefert ein hochwertiges Grünfutter, reich an Eiweiß und Energie. Voraussetzung dafür ist, dass die Weideflächen gut bewirtschaftet werden. Das beginnt schon mit der Zusammensetzung der Pflanzen, die vielfältig sein und die auch einen guten Aufwuchs gewährleisten soll. 
Auch die Weidenutzung spielt eine Rolle: Früher Austrieb, gezieltes Abgrasen durch die Rinder, eine passende Weideruhe und eine angepasste Weidepflege und Düngung sichern gute Erträge von der Weide. 
Für Wiederkäuer entspricht die Weide am besten ihrem natürlichen Verhalten. Rinder, Schafe und Ziegen, Farmwild und Lamas grasen die Flächen ab, fressen das wachsende Futter, selektieren mehr oder weniger stark und schaffen so eine lebende Kulturlandschaft. 
Ideal ist die Nutzung von Flächen mit unterschiedlichen Tieren, wie zum Beispiel auf Almen, wo neben Rindern auch Pferde und Ziegen mit ihrem unterschiedlichen Fressverhalten dazu beitragen, dass die meisten der wachsenden Gräser und Kräuter genutzt werden. 

Zukunft Weidehaltung

Die Weideflächen gehen aber trotzdem zurück. In einigen Regionen verliert die Tierhaltung stark an Bedeutung, vor allem dort, wo alternative Nutzungen möglich sind. Aber auch die Almweideflächen werden weniger. Wird die Weidehaltung damit zu einem Auslaufmodell? 

Jungviehaufzucht

Die Weidehaltung und die Alpung stehen bei der Spezialisierung und Intensivierung der Milchviehhaltung zur Diskussion und die modernen Tierwohlstallungen bieten den Milchkühen eine Umwelt, die immer höhere Leistungen ermöglicht. Klimatisierte Stallungen, großzügige Laufbereiche und eine leistungsangepasste, optimal zusammengestellte Futterration lassen die Vorteile der Weide in den Hintergrund treten. Nicht wegzudenken ist die Weidehaltung aber in der Jungviehaufzucht, bei der vor allem Vitalität und Widerstandskraft durch die Bewegung an der frischen Luft gestärkt wird.
Ohne Weidehaltung wird die Landschaft kahl, verwaldet und verkarstet – Tourismus, Regionen und Landwirtschaft leiden © GRABNER
Ohne Weidehaltung wird die Landschaft kahl, verwaldet und verkarstet – Tourismus, Regionen und Landwirtschaft leiden © GRABNER

Eine Steiermark ohne Weiden und Almen?

Das wäre für die Landwirtschaft, die Eigenversorgung, die Regionen und den heimischen Tourismus fatal

Das „Grüne Herz“ von Österreich – so präsentiert sich die Steiermark seit über 50 Jahren den Gästen. Dabei steht die von Bauern geprägte Kulturlandschaft im Vordergrund. Der Urlaub im Grünen, in den Weingärten oder auf den Almwiesen – diese Bilder faszinieren die Gäste und sie prägen das Bild der Steiermark. Die Steiermark hat eine Größe von 1,6 Millionen Hektar, wovon 340.000 Hektar landwirtschaftlich genutzt sind. Davon sind 210.000 Hektar oder 59 Prozent Grünland, also Almen, Bergmähder und ein- bis mehrmähdige Weideflächen, reine Weideflächen und reine Mähwiesen.

Regionen als Verlierer
Würde die Nutzung der Weideflächen wegfallen, würde sich das Bild der Steiermark dramatisch verändern. Ackerflächen, Wald und Karst würden sich ausbreiten und das landschaftlich prägende Wechselspiel von Weiden, Wiesen, Ackerflächen und Wäldern würde verarmen. Für die über die vergangenen Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft und für das „Grüne Herz“ Österreichs wäre das fatal. 
Der landschaftliche Reiz der Kulturlandschaft ist das eine, die Eigenversorgung mit Lebensmitteln, die wirtschaftliche Kraft der Regionen und die Lebenswertigkeit in ländlichen Gebieten sind das andere. Ganze Täler und Bergrücken sind davon abhängig, dass es Bäuerinnen und Bauern gibt, die sich um die schwere Arbeit im Berggebiet annehmen. 

Jeder Betrieb ist wichtig
Die Landwirtschaft mit der Tierhaltung in Form der Weide- und Almwirtschaft ist in vielen Bergregionen neben der Forstwirtschaft die einzige Einkommensquelle und bildet damit die Grundlage für die wirtschaftliche Existenz. Viele bäuerliche Familien engagieren sich in der Gesellschaft und halten so das soziale Gefüge aufrecht. Sie kaufen regional ein und beleben damit den Handel, wo Arbeitsplätze entstehen. Jeder einzelne Betrieb ist hier wichtig und trägt dazu bei, dass unsere entlegenen Regionen lebenswert bleiben. Mahnmale in Form von verlassenen und verfallenden Höfen sieht man derzeit nur vereinzelt. 
Großarl in Salzburg: Siloballen auf 1.781 Metern Seehöhe. Auf der Seiser-Alm in Südtirol wird sogar auf 1.900 Metern siliert © GRABNER
Großarl in Salzburg: Siloballen auf 1.781 Metern Seehöhe. Auf der Seiser-Alm in Südtirol wird sogar auf 1.900 Metern siliert © GRABNER

Klimawandel verändert Almen und Weiden

Alte Faustregel zum Almauftrieb: Jeweils ein Drittel der Alm soll grün, braun und weiß sein

Es wird wärmer. Damit verliert auf den Almen einer der wichtigsten begrenzenden Faktoren an Einfluss: die Kälte, die das Pflanzenwachstum bislang gebremst hat. Der Temperaturanstieg lässt die Vegetation förmlich explodieren. Nach der Schneeschmelze ist in der Regel ausreichend Feuchtigkeit im Boden. Gemeinsam mit warmen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung sorgt das dafür, dass die Pflanzen aus dem Boden „schießen“ – oft sogar schneller wachsen als im Tal. 

Zusätzlich mähen
Kann dieser starke Aufwuchs durch die Beweidung mit Almtieren nicht ausreichend genutzt werden, ist eine ergänzende Mähnutzung sinnvoll. Das hängt maßgeblich von der Steilheit des Geländes ab. Es gibt jedoch zahlreiche Almen, deren Flächen deutlich flacher sind als vielfach angenommen – teils sogar ebener als manche Flächen der Heimbetriebe. Der Klimawandel bewirkt auch frühere Auftriebstermine. In der Steiermark erfolgt der Almauftrieb heute bereits zwei bis drei Wochen früher als noch vor 50 Jahren. Entscheidend ist, dass der erste Aufwuchs rechtzeitig genutzt und abgefressen wird. Als Faustregel gilt: Beim Almauftrieb soll jeweils ein Drittel der Alm grün, braun und weiß sein. Dies gilt auch für den Weideaustrieb im Tal.

Früherer Weideaustrieb
Lange, geschlossene Schneedecken sind eine Seltenheit – das Gras beginnt in vielen Regionen schon im März zu wachsen. Je nach Trockenheit der Böden kann schon Anfang April der Weideaustrieb erfolgen. Gleich wie bei den Almen gilt: der erste Aufwuchs muss abgeweidet werden, damit frisches Gras nachwachsen kann. In den vergangenen Jahren war es im Frühjahr eher trocken, im Mai folgten Niederschläge. In der Regel wächst dann Weide- oder Almfutter sehr schnell – weil es die Tiere meist nicht abweiden können, wird es „überständig“. Der Rohfasergehalt steigt und das Futter verliert an wichtigen Nährstoffen. Hier können Mähnutzungen sinnvoll sein, wenn es die Lage und Steilheit erlauben. 
Man sollte nicht außer Acht lassen, dass neben Rindern auch Schafe, Ziegen und Pferde unser Grünland pflegen © GRABNER
Man sollte nicht außer Acht lassen, dass neben Rindern auch Schafe, Ziegen und Pferde unser Grünland pflegen © GRABNER

Sichere Versorgung mit Milch und Fleisch

Die Rinder- und Milchwirtschaft spielt eine gewichtige Rolle – sie stellt ein Drittel des Produktionswerts

In Österreich halten 49.345 Betriebe insgesamt 1,8 Millionen Rinder. In der Steiermark sind es 8.942 Betriebe mit 297.014 Rindern. Die Milchwirtschaft ist besonders wichtig, weil sie für die Steiermark und für Österreich das Einkommen für viele Betriebe im Tal, aber auch für sehr viele Bergbauernbetriebe, sichert. In Österreich beschäftigen sich 22.663 Betriebe mit der Milchwirtschaft, diese Betriebe halten 536.220 Milchkühe. In der Steiermark sind es 3.500 Betriebe mit 80.000 Milchkühen. Im Durchschnitt liefert ein Milchbetrieb 158.100 Kilo Milch an die Molkerei. Die Zahl der Milchkühe sinkt, aber die Milchproduktion steigt. 

Leistungsplus
Die Einzelleistung einer Milchkuh hat sich seit dem Jahr 2000 um durchschnittlich 2.500 Kilo erhöht, von etwa 5.062 Kilo durchschnittlich auf 7.547 Kilo im Jahr 2025. Das ist eine Verbesserung der Milchleistung um 50 Prozent. Diese Leistungssteigerungen beruhen auf genetischen Verbesserungen, einem besseren Management und besseren Haltungs- und Fütterungsbedingungen. 
Aber auch die Mutterkuhhaltung ist wichtig für die Weiden und Almen. In der Steiermark halten 3.597 Betriebe 34.966 Mutterkühe (Österreich: 150.226 Mutterkühe in 15.589 Betrieben). Mutterkühe sind besonders wichtig für die Almen. Pro Jahr werden österreichweit etwa 58.000 Mutterkühe aufgetrieben – jede dritte Mutterkuh wird gealpt. Zudem weiden auf den Almen und Weiden neben Bio-Jungrindern wie Styria Beef auch Qualitätsochsen- und -kalbinnen der Marke Almo und der Rasse Murbodner. 

Hoher Produktionswert
Auch Schafe und Ziegen nutzen Almen und Weiden. In Österreich halten wir 463.642 Schafe in 18.615 Betrieben und 123.042 Ziegen in 11.505 Betrieben. Der Gesamtproduktionswert der österreichischen Landwirtschaft betrug im Vorjahr 10,9 Milliarden Euro. Davon entfallen gewichtige 3,4 Milliarden Euro auf die heimische Rinder- und Milchwirtschaft – das ist etwa ein Drittel des landwirtschaftlichen Produktionswertes. 

Wirtschaftsfaktor Almgebiet und Weide

Knapp zwei Drittel der Urlauber kommen im Sommer wegen der schönen Landschaft

Die Kulturlandschaft der Weiden und Almen ist Grundlage für die Ernährung der Wiederkäuer wie Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde, die uns wertvolles Eiweiß, wie Milch und Fleisch, liefern. Etwa ein Drittel des landwirtschaftlichen Produktionswertes – 3,4 Milliarden Euro – werden auf Wiesen, Weiden und Almen erzeugt. 

Profiteur Tourismus
Von der durch Bauernhand geschaffenen Kulturlandschaft profitiert der Tourismus, mittlerweile der Ganzjahrestourismus. Wo im Winter die Schipisten präpariert sind und sich tausende Schifahrer tummeln, grasen im Sommer Schafe, Ziegen, Pferde und Rinder. In der Übergangszeit und im Sommer bieten die Almen einen ganz besonderen Erholungsraum. Die Steiermark ist das beliebteste Urlaubsbundesland der Österreicher. In der Steiermark wird in der Gesamtwertschöpfungskette Tourismus ein Konsum von 2,6 Milliarden Euro ausgelöst. Verglichen mit 2015 konnte im regionalen Tourismus ein Plus rund 850.000 Gästeankünften pro Jahr (+22,5 Prozent) erreicht werden. Das sind knapp 2,3 Millionen Nächtigungen pro Jahr mehr. Schladming-Dachstein, die größte Erlebnisregion, hält ihr ohnehin hohes Niveau stabil und punktet besonders bei Gästen aus Tschechien, Bayern, Großbritannien und Polen. Eine starke Entwicklung zeigt die Region Murau und die Region Hochsteiermark, die mit soliden Ganzjahreswerten und deutlichen Zuwächsen aus Deutschland und dem Osten aufwarten können.

Landschaft und Urlaub
Die Landschaft ist der Hauptgrund, warum Menschen in Österreich Urlaub machen: 62 Prozent der Urlauber sagen dies. „Der starke Inlandsmarkt bleibt unser größter Schatz und die dynamischen Zuwächse aus den osteuropäischen Staaten zeigen klar, wohin sich der Tourismus entwickelt. Bei den Unterkunftsarten sorgen die 5- und 4-Sterne-Hotellerie sowie Ferienhäuser für wichtige Wachstumsimpulse“, betont auch Michael Feiertag, Geschäftsführer der Steiermark Tourismus GmbH.

Leistungen der Almwirtschaft

Die Bergbäuerinnen erbringen durch den Alm­auftrieb viele wichtige Leistungen für die Gesellschaft. In der Steiermark gibt es auf den 1.620 Almen rund 38.000 Hektar Almweideflächen. Diese Flächen werden von den Weidetieren, aber auch durch schwere händische Arbeit der Almbauern, gepflegt und genutzt. Damit wird ein wertvoller Beitrag für die Offenhaltung der Kulturlandschaft geleistet und ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten erhalten. Würden die Alm- und Weideflächen nicht mehr bewirtschaftet, müsste die öffentliche Hand für ihren Erhalt sorgen. Ohne regelmäßige Pflege würden viele Flächen verbuschen oder sich rasch zu Wald entwickeln. Um dies zu verhindern, wären hohe finanzielle Mittel notwendig. Geht man davon aus, dass ein Drittel der Fläche gemäht und verbracht, ein Drittel mittels Almmulcher bearbeitet werden kann und ein Drittel nur händisch bewirtschaftbar ist, dann müssten rund 1.050 Euro je Hektar oder 40 Millionen Euro jährlich aufgewendet werden, um die Flächen freizuhalten. 

Hirten haben Draht zu den Tieren

Hirten haben seit Jahrtausenden ein besonderes Verhältnis zu den ihnen anvertrauten Tieren. Rinder, Schafe und andere Tierarten sind sehr sensibel, was ihre Betreuung betrifft. Nur Menschen mit besonderem Einfühlungsvermögen gelingt es, zu ihnen den richtigen Draht zu finden. Insofern sind alle Bäuerinnen und Bauern auch Hirten, die für ihre Tiere Verantwortung tragen. Das von der UNO ausgerufene „Internationale Jahr der Weide und der Hirten“ wurde von der Regierung der Mongolei vorgeschlagen. 

"Spielen wir unsere Trümpfe aus", Alois Kiegerl, Rinderbauer aus Kruckenberg, Vorsitzender Bergbauernausschuss

Wussten Sie, dass eine beweidete Alm eine wesentlich höhere Biodiversität aufweist als eine unbeweidete? Grünlandböden global gesehen mehr Kohlenstoff als Äcker und Wälder zusammen speichern? Fleisch aus der Alm- und Weidewirtschaft ernährungsphysiologisch andere Eigenschaften als Fleisch aus anderen Futterrationen hat?
Diese und noch viele weitere Argumente gilt es in den Diskussionen vorzubringen, wenn es um die Zukunft der Weidewirtschaft und der Hirten geht. Die oftmals als „Imageaufputz“ für viele Produkte verwendeten Bilder von auf saftigen Wiesen weidenden Tieren sind in der Realität mit harter Arbeit und viel notwendigem Fachwissen verbunden.
Im Bereich der Bildung ist dafür Sorge zu tragen, dass dieses Fachwissen erhalten und ausgebaut wird. Ebenfalls hat sich die Berufsvertretung darum zu kümmern, dass die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen passen.
Dazu gehören – neben dem Schutz der Branche vor Raubtieren und Regelungen für die Nutzung von Alm- und Weidegebieten mit Wanderern und deren Hunden – auch die Regelungen für die Behirtung dieser Almen und Weiden.
Auch in die Verhandlungen über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU von 2028 bis 2034 müssen die Forderungen rund um diese Thematik entschlossen eingebracht werden. Ein Rückgang der Zahlungen aus öffentlichen Mitteln ist für diesen Bereich wirtschaftlich nicht verkraftbar und muss deshalb auf jeden Fall verhindert werden.
Fazit: Die Alm- und Weidewirtschaft hält in der Debatte um die klima- und ressourcenschonende Produktion von Lebensmitteln, Tierwohl, Kreislaufwirtschaft und Biodiversität alle Trümpfe in der Hand. Es muss uns nur gelingen, dass wir diese Trümpfe ausspielen können, damit diese Ökosystemdienstleistungen auch von der Gesellschaft entsprechend anerkannt und abgegolten werden. Dann können wir hochwertige Lebensmittel produzieren und Einkommen für unsere Familien und Höfe generieren.


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Für den Almauftrieb gibt es eine goldene Regel: Ein Drittel der Fläche sollte schon grün sein, ein Drittel darf noch braun und ein Drittel kann noch mit Schnee bedeckt sein © GRABNER

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Ohne Weidehaltung wird die Landschaft kahl, verwaldet und verkarstet – Tourismus, Regionen und Landwirtschaft leiden © GRABNER

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Großarl in Salzburg: Siloballen auf 1.781 Metern Seehöhe. Auf der Seiser-Alm in Südtirol wird sogar auf 1.900 Metern siliert © GRABNER

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