Steiermark hat zwei neue Obsthoheiten
Sie rücken die Bandbreite des steirischen Obstes ins Rampenlicht
Ob Äpfel, Birnen, Erdbeeren, Holunder, Kirschen, Pfirsiche, Marillen oder Zwetschken – die Steiermark ist das Obstland Nummer 1 in Österreich. Die neu gewählten Obsthoheiten werden ab ihrer Krönung beim Apfelblütenfest am kommenden Sonntag zwei Jahre lang die Werbetrommel für die bunte und gesunde Vielfalt der steirischen Früchte kräftig rühren – im Fokus stehen dabei auch veredelte Obstprodukte wie Fruchtsäfte, Moste und Edelbrände.
Königin Hannah I.
Königin Hannah I. heißt mit bürgerlichem Namen Hannah Schöninger und kommt aus Hönigtal im Bezirk Graz Umgebung. Die 22-jährige Obstfachfrau hat die Höhere Bundeslehranstalt für Obst- und Weinbau (HBLA) Klosterneuburg absolviert und arbeitet neben ihrem Studium fleißig am elterlichen Familienbetrieb mit. Fundierte Fachkenntnisse und die Leidenschaft für die Obstproduktion und die Obstveredelung machen sie zur perfekten Botschafterin für den steirischen Obstbau. Mit ihren frischen Früchten, Natursäften und feinen Bränden ist die neue Obstkönigin Hannah I. auch dienstags und freitags auf dem Bauernmarkt Leoben vertreten. Über ihre künftige Aufgabe als Obstmajestät sagt Hannah: „Ich freue mich schon auf die ersten Auftritte. Ich möchte zeigen, wie viel Leidenschaft, Wissen und Verantwortung in unseren Lebensmitteln stecken und meine Begeisterung auf Konsumentinnen und Konsumenten übertragen.“
Prinzessin Katharina
Prinzessin Katharina heißt mit bürgerlichem Namen Katharina Nestelberger, kommt aus Riegersburg und ist ebenfalls auf einem Obstbaubetrieb aufgewachsen. Die 20-jährige Prinzessin hat mit ihrer Matura an der HTL Fürstenfeld eine technische Ausbildung abgeschlossen. Sie verbringt ihre Freizeit jedoch am liebsten im Obstgarten, für sie ist die Landwirtschaft eine echte Herzensangelegenheit. Sie kann sich gut vorstellen, eines Tages den vielfältigen elterlichen Obstbaubetrieb weiterzuführen. Als künftige Obstprinzessin möchte sie die Wertschätzung für hochwertige, regionale Lebensmittel weiter stärken: „Heimisches Obst schmeckt nicht nur hervorragend, sondern ist auch sehr gesund. Diese Vorzüge möchte ich mit großer Leidenschaft vermitteln.“
Die Wahl
Um dieses besondere Amt ausüben zu können, stellen sich die Kandidatinnen einer Wahl. Voraussetzung ist die Herkunft aus einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Schwerpunkt Obstbau. Neben fachlicher Kompetenz zählen vor allem Kommunikationsfähigkeit, Allgemeinbildung und eine sympathische Ausstrahlung zu den wichtigsten Kriterien. Organisiert wurde die Wahl von der Landwirtschaftskammer und dem Verband Steirischer Erwerbsobstbauern mit Unterstützung der Obst-Vermarktungsorganisationen sowie des Landesvereins für Obst-, Wein- und Gartenbau.
Krönung beim Apfelblütenfest am 26. April in Puch/Weiz
Ein Höhepunkt des Apfelblütenfestes in Puch bei Weiz ist die feierliche Krönung von Obstkönigin Hannah und Prinzessin Katharina um 13.30 Uhr. Das Fest beginnt bereits um 10 Uhr und bietet ein abwechslungsreiches Programm: von Wanderungen durch blühende Obstgärten mit Labestationen über Frühschoppen und musikalische Unterhaltung bis hin zu regionaler Kulinarik. Ein stimmungsvoller Tag, der ganz im Zeichen des steirischen Obstbaus steht.
Obstbauern setzten auf Kulturschutz und Konsumtrends
Dank hervorragender Qualität kann die Steiermark die regional und nachhaltig produzierten Äpfel erfolgreich am Inlandsmarkt und auch auf EU-Märkten positionieren. Umfangreiche Investitionen in Kulturschutz und moderne Bewässerungssysteme sichern dabei die Produktion langfristig ab. Gleichzeitig reagiert die Branche gezielt auf veränderte Konsumtrends, etwa durch den steigenden Anbau von Beerenobst und Birnen. Auch die Obstverarbeitung wird konsequent weiter ausgebaut und hat sich für viele Betriebe zu einem wichtigen wirtschaftlichen Standbein entwickelt. Der bisher sehr günstige Blühverlauf schafft zudem beste Voraussetzungen für eine erneut sehr gute Obsternte.
Zahlen und Fakten
Mit 7.900 Hektar ist die Steiermark das Obstland Nummer 1 in Österreich, 1.600 Betriebe kultivieren Obst. Wichtigste Obstart ist mit 4.750 Hektar der Apfel, gefolgt von Holunder mit 600 Hektar und Birnen mit 400 Hektar. Weitere Obstarten: Aronia (230 Hektar), Heidelbeeren (190 Hektar), Zwetschke (160 Hektar), Erdbeeren (140 Hektar), Pfirsich (130 Hektar) und Kirschen (120 Hektar).