Sikawild: Ringen um Sonderlösung
Bauernvertretung, Jagd Österreich, die Österreichische Wildtierstiftung und Bundesminister Norbert Totschnig fordern ein Einlenken der Europäischen Kommission beim Sikawild. Wie berichtet, hat die EU-Kommission Sikawild als invasive Art eingestuft. Bis zum Sommer 2027 soll nach EU-Verordnung sämtliches Sikawild im EU-Gebiet abgeschossen werden. Dadurch ist die Existenz von rund 250 Betrieben in Österreich gefährdet. Totschnig steht mit den Sikawildhaltern und ihren Interessenvertretungen in engem Austausch. Derzeit wird eine rechtlich tragfähige Sonderlösung vorbereitet, die den bestehenden Betrieben eine Perspektive geben und die kontrollierte Haltung weiterhin ermöglichen soll. Das Landwirtschaftsministerium und die österreichischen Vertreter haben die Risikobewertung von Beginn an kritisch beurteilt und sich im zuständigen EU-Ausschuss gegen die Aufnahme des Sikawilds in die Unionsliste ausgesprochen. Für die österreichische Position gab es auf europäischer Ebene jedoch keine ausreichende Mehrheit.