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Ohne Straße von Hormus

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20.04.2026 | von Klaus Engelmann

Warum Österreich seine Gasversorgung jetzt mit Biomethan absichern muss

Biogasanlage © Adobe Stock
Biogas von Feldern ist völlig unterschätzt und kann die Abhängigkeit von fossilem Gas erheblich senken. Wichtige Voraussetzung: ein praxistaugliches Erneuerbares-Gas-Gesetz und ein rascher Beschluss © Adobe Stock
Die geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten treffen Europa erneut dort, wo es am verwundbarsten ist: bei der Energie. Seit dem Angriff auf den Iran sind neben den Ölpreisen auch die Gaspreise an den europäischen Handelsplätzen massiv gestiegen. Tankerrouten durch die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Energieadern der Welt – sind unsicher geworden. Gleichzeitig hat der im Vergleich zu den Vorjahren kalte und lange Winter die europäischen Gasspeicher auf ein besorgniserregend niedriges Niveau gedrückt. Die Wiederbefüllung der Speicher wird teuer, der Wettbewerb um verfügbare LNG-Ladungen (Flüssiggas) härter. Für Österreich, das 90 Prozent seines Gasbedarfs importiert und in Jahren ohne Preiskrisen jährlich drei bis fünf Milliarden Euro ins Ausland überweist, bedeutet das: steigende Haushaltsrechnungen, existenzielle Risiken der Industrie.

Biogas von den Feldern
Die Antwort auf diese Abhängigkeit liegt nicht in neuen Abhängigkeiten mit anderen Regimen. Sie liegt auf unseren eigenen Feldern, in unseren Ställen und in den Reststoffen unserer Lebensmittelproduktion. Biomethan – also erneuerbares Methan aus der Vergärung und Vergasung biogener Abfälle und organischer Reststoffe – ist chemisch ident mit Erdgas. Es kann ohne Anpassung in die bestehende Gasinfrastruktur eingespeist werden – es braucht keine neuen Leitungen, keine neuen Endgeräte. Die Ausgangsstoffe stehen nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion. Heute werden gerade einmal 0,15 bis 0,2 Terawattstunden (TWh) Biomethan ins österreichische Gasnetz eingespeist – nicht einmal ein Prozent des Verbrauchs. Dabei könnte Biomethan bis 2040 rund ein Drittel des heimischen Bedarfs decken.

Geld bleibt in Regionen
Jedes Jahr fließen Milliarden Euro für Gasimporte ins Ausland  – in Krisenzeiten noch deutlich mehr. Biomethan dreht diese Gleichung um. Die Wertschöpfung bei heimisch produziertem Biomethan bleibt zu 95 Prozent im Inland, der größte Teil davon direkt in der Region der jeweiligen Anlage. Jede zusätzliche Terawattstunde schafft rund 1.000 Arbeitsplätze in den Anlagen sowie in vor- und nachgelagerten Branchen. Statt Milliarden ins Ausland zu zahlen, wird in die Landwirtschaft, Regionen und Unternehmen investiert. Gleichzeitig stärkt jede eingespeiste Kilowattstunde Biomethan die Versorgungssicherheit für Haushalte und Industrie – unabhängig davon, was in der Straße von Hormus, in Moskau, Washington oder an den globalen Spotmärkten passiert.

Politik am Zug
Was fehlt, ist das Erneuerbares-Gas-Gesetz, das endlich beschlossen werden muss. Es braucht klare Ausbauziele, verlässliche Rahmenbedingungen und ein Ausschreibungssystem, das Investitionssicherheit schafft. Rund 80 bestehende Biogasanlagen und geplante Neuanlagen sind in den Startlöchern. Sie warten auf ein Signal aus der Politik. Europa investiert längst massiv. Österreich droht den Anschluss zu verlieren. Die nächste Gaskrise kommt bestimmt. Entscheidend ist, ob wir dann wieder in Panik auf den Weltmarkt starren oder mit heimischem Biomethan die Versorgung sichern. Biogas muss nicht durch die Straße von Hormus.

Biogas kann ein Viertel des Gasbedarfs decken

Steirische Anlagen könnten zentrale Rolle spielen. Erhebung der Montanuniversität Leoben zeigt: große Potenziale aus biogenen Abfällen und organischen Reststoffen zur Herstellung von Biomethan in Österreich
Österreich verfügt über ein beträchtliches Biomethanpotenzial, das bislang kaum erschlossen wird. Aktuell werden lediglich rund 0,15 TWh Biomethan ins Gasnetz eingespeist – ein Bruchteil dessen, was möglich wäre. Die Österreichische Energieagentur beziffert das theoretische Gesamtpotenzial an erneuerbarem Methan auf rund 88 TWh pro Jahr. Davon sind etwa 20 TWh realisierbar – auf Basis biogener Reststoffe ohne Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion. Rund 10,7 TWh entfallen auf die Fermentation feuchter Biomasse wie Wirtschaftsdünger, Ernterückstände, Grünschnitt und Lebensmittelabfälle. Weitere 9,6 TWh können durch die thermochemische Vergasung fester, holzartiger Biomasse gewonnen werden. Bei einem aktuellen Erdgasverbrauch von etwa 80 TWh pro Jahr könnte somit ein Viertel des Gasbedarfs durch heimisches Biomethan gedeckt werden. Aufgrund der zu erwartenden Verbrauchsminderung an Gas wird der prozentuelle Anteil von Biomethan künftig sogar auf rund ein Drittel steigen.

Fokus Steiermark
Die Montanuniversität Leoben hat die Potenziale für die Steiermark im Detail untersucht und kommt auf ein erschließbares Gesamtpotenzial von bis zu 3,5 TWh pro Jahr. Davon entfallen rund 1,3 TWh auf Biomethan aus der Fermentation feuchter Biomasse – ein Wert, der sich auch mit der Abschätzung des Umweltbundesamtes weitgehend deckt. Die übrigen rund 2,1 TWh stammen aus der Vergasung fester, holzartiger Biomasse, die dank des Waldreichtums der Steiermark besonders hohes Potenzial bietet. 

Hebel: Förderung
Alle Erhebungen unterstreichen: Die Rohstoffbasis für eine signifikante Biomethanproduktion ist vorhanden. Gleichzeitig würde jede zusätzlich erzeugte TWh Biomethan rund 200.000 Tonnen klimaschädliches CO₂ im Vergleich zu fossilem Erdgas einsparen, die Wirtschaft in den Regionen stärken sowie grüne Jobs schaffen. Nun braucht es den Ausbau der Einspeiseinfrastruktur und gezielte Förderinstrumente, um diese Potenziale tatsächlich zu heben.
Hannes Hauptmann © Roman Musch

Erneuerbares Gas: Österreich verfehlt Ziele komplett

Hannes Hauptmann zu den Gaspreisen, das ungenutzte Biomethan-Potenzial und warum das Erneuerbares-Gas-Gesetz (EGG) rasch kommen muss.
  1. Der Konflikt im Nahen Osten hat den Gasmarkt erneut aufgewühlt. Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage?
    Hannes Hauptmann: Rund 25 Prozent des weltweit gehandelten Flüssigerdgases passieren die Straße von Hormus. Die geopolitische Lage hat die Börsenpreise für Erdgas klar nach oben getrieben, die Gaslager sind leer und das schlägt direkt auf die Inflation durch. Biomethan kann hier eine Lösung sein. Es lässt sich von allen erneuerbaren Alternativen am schnellsten und günstigsten ins bestehende Erdgasnetz einspeisen, wobei 95 Prozent der Wertschöpfung im Inland bleiben. Das schafft Green Jobs und echte Versorgungssicherheit. Österreich hat im Nationalen Energie- und Klimaplan ein Ziel von 7,5 Terawattstunden (TWh) erneuerbarer Gase bis 2030 nach Brüssel gemeldet, davon sollen fünf TWh aus Biomethan kommen.
  2. Wie abhängig ist Österreich bei Gas von Importen – und wie stehen andere Länder da?
    Im Strombereich sind wir mit rund 90 Prozent Erneuerbaren-Anteil bei 67 TWh Verbrauch sehr gut aufgestellt. Im Gasbereich sieht es völlig anders aus: Bei 80 TWh Verbrauch liegt der heimisch erzeugte erneuerbare Anteil bei gerade einmal 0,2 Prozent. Da gibt es enormen Aufholbedarf. Länder wie Frankreich und Deutschland sind deutlich weiter. Vorreiter in der EU ist Dänemark, das bereits 35 Prozent seines Gasverbrauchs aus Biomethan deckt. Europaweit werden bis 2030 über 25 Milliarden Euro in Biomethan-Anlagen investiert.
  3. Ist Österreich auf dem Zielerreichungspfad?
    Definitiv nein. Das Ziel von 7,5 TWh bis 2030 ist in weiter Ferne. Wir stehen bei 0,2 TWh – das ist eine komplette Verfehlung. Das Erneuerbares-Gas-Gesetz muss dringend noch vor dem Sommer beschlossen werden, um den nötigen Rahmen zu schaffen. Dabei wäre Biomethan auch volkswirtschaftlich hochattraktiv: Eine Million Euro an Fördervolumen löst 3,3 Millionen Euro heimische Wertschöpfung aus und bringt 1,45 Millionen Euro an Rückflüssen für den Fiskus. Jede zusätzliche Terawattstunde schafft zudem rund 1.000 heimische Arbeitsplätze.
  4. Wie hoch ist das tatsächliche Potenzial für grüne Gase in Österreich?
    Wir fordern einen realistischen Ausbaupfad: mindestens drei TWh bis 2030, 6,5 TWh bis 2035 und langfristig sehen wir ein heimisches Potenzial von zumindest 20 TWh. Das bestätigen auch diverse Studien. Die Rohstoffe – vor allem biogene Abfälle und organische Reststoffe – stehen in keiner Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion.
  5. Was braucht es konkret, um dieses Potenzial zu heben?
    Das Erneuerbares-Gas-Gesetz muss rasch kommen. Es  ist aktuell in der internen Regierungskoordinierung und braucht als Verfassungsmaterie die Zustimmung mindestens einer Oppositionspartei. Die Zeit drängt. Ein Beschluss vor dem Sommer ist für die Planungssicherheit sehr wichtig. Zahlreiche Projekte sind in der Warteschlange. 
  6. Was passiert ohne Gesetz?
    Das Erneuerbares-Gas-Gesetz ist eines der drei Leuchtturmgesetze des Regierungsprogramms. Das Elektrizitätswirtschaftsgesetz wurde bereits beschlossen, das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz ist in der Zweidrittelmehrheit-Koordinierung. Jetzt fehlt nur noch das Erneuerbares-Gas-Gesetz. Zur Erreichung der Klimaziele 2030 ist der Zeitplan zwar bereits sehr fortgeschritten – aber gerade deshalb dürfen wir keine weitere Zeit verlieren. Denn bei Verfehlung der Klimaziele drohen Österreich Strafzahlungen an die EU von drei bis sechs Milliarden Euro. 

Biogas: Sicherer Strom

Österreichs Biogasanlagen produzieren derzeit rund zwei TWh Biogas pro Jahr. In Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) werden daraus etwa 0,6 TWh Ökostrom erzeugt – rund 170.000 Haushalte sind damit mit Strom versorgt. Gleichzeitig entsteht nutzbare Wärme von über 1.300 GWh, womit etwa 85.000 weitere Haushalte beheizt werden können. Biogas ist damit bereits ein verlässlicher Baustein der erneuerbaren Energieversorgung.

Ausbau stockt
Trotz dieser Leistung findet ein nennenswerter Ausbau der Biogaskapazitäten kaum statt. Viele bestehende Anlagen arbeiten seit Jahren ohne wesentliche Erweiterung, neue Projekte kommen nur schleppend voran. Der rechtliche Rahmen ist unzureichend. Damit bleibt ein erheblicher Teil des vorhandenen Potenzials ungenutzt.

Biomethan ins Netz
Das soll sich ändern: Künftig sollen alle Biogasanlagen über 250 kW elektrischer Leistung, die sich innerhalb von zehn Kilometern zum nächsten Gaseinspeisepunkt befinden, ihr Biogas zu Biomethan aufbereiten und ins Gasnetz einspeisen. So wird aus dezentraler Stromerzeugung ein integraler Bestandteil der österreichischen Gasinfrastruktur – und die Versorgungssicherheit für Industrie, Wirtschaft und Haushalte steigt weiter.
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