Nach den Schneefällen: Was jetzt in den Wäldern zu tun ist
Die Auswirkungen des Schneechaos lassen sich noch nicht in Zahlen fassen. Es ist davon auszugehen, dass vor allem der Südosten der Steiermark punktuell betroffen ist. Die unmittelbar anfallenden Schadholzmengen dürften überschaubar sein – für betroffene Waldbesitzer können die Auswirkungen aber eine spürbare Belastung sein. Waldbesitzer sollten jetzt fünf wichtige Punkte beachten:
1) Gefährdungsbereiche meiden
Nach den ergiebigen Schneefällen besteht akute Gefahr in den Wäldern. Bäume, Äste und Wipfel können plötzlich und spontan brechen. Vom Betreten der Wälder ist so lange dringend abzuraten, bis sich die Situation entspannt hat. Es besteht Lebensgefahr!
2) Erhebung des Schadensausmaßes
Sobald sich die Situation entspannt hat, kann mit der Erfassung der Schäden begonnen werden. Anfangs wird es notwendig sein, die Infrastruktur in den Wäldern wiederherzustellen – das heißt Forststraßen und Rückewege frei zu schneiden.
3) Professionelle Aufarbeitung des Schadholzes
Bei der Planung der Aufarbeitung sind folgende Punkte zu beachten:
- Wie ist der Zustand des Waldbodens? Das flächige Befahren des Waldbodens ist besonders bei aufgeweichtem Boden unbedingt zu vermeiden, da sonst erhebliche Schäden am Wurzelsystem der verbleibenden Bäume entstehen.
- Die Aufarbeitung von gebrochenem und geworfenem Holz kann lebensgefährlich sein. Es ist daher gut zu überlegen, ob man diese Arbeiten selbst durchführt oder forstliche Dienstleister damit beauftragt.
- Richtige Ausformung des Holzes: Bei Beginn der Arbeiten sollte der Käufer des Holzes bereits feststehen, damit das Holz seinen Anforderungen entsprechend ausgeformt werden kann.
4) Forstschutzrisiko beachten
In einem Monat beginnt der Borkenkäfer wieder aktiv zu werden. Es ist daher unbedingt notwendig, bruttaugliches Material vorher aus den Wäldern zu entfernen. Gemeint sind primär Äste, Wipfel und Stämme von Fichten. Der Kupferstecher besiedelt auch sehr dünne Äste von ein bis zwei Zentimeter.
Auch bei der Anlage von Energieholzhaufen ist größte Vorsicht geboten, da Borkenkäfer problemlos mehrere hundert Meter in den Wald zurückfliegen können. Zu bedenken ist, dass aus einem nicht aufgearbeiteten Käferbaum im Frühjahr, mehrere hundert Käferbäume bis zum Herbst entstehen können!
Auch bei der Anlage von Energieholzhaufen ist größte Vorsicht geboten, da Borkenkäfer problemlos mehrere hundert Meter in den Wald zurückfliegen können. Zu bedenken ist, dass aus einem nicht aufgearbeiteten Käferbaum im Frühjahr, mehrere hundert Käferbäume bis zum Herbst entstehen können!
5) Beratung in Anspruch nehmen!
Die Forstberater der Bezirkskammern stehen allen betroffenen Waldbesitzern mit Rat und Tat zur Verfügung!