EU-Kommission bedroht heimische Sojaölproduktion durch Einstufung
Mit Hilfe der österreichischen Eiweißstrategie ist es gelungen, Österreich im Jahr 2025 mit einer Erntemenge von rund 272.000 t erstmals zum drittgrößten Sojaproduzenten der Europäischen Union zu machen. “Gerade auch in Zeiten extremer Düngemittelpreise hat die Sojabohne, die sich ihren Stickstoff selbst mit Hilfe von Knöllchenbakterien bildet, große Bedeutung für unsere Landwirte“, erläutert LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger.
Allerdings ist diese Erfolgsgeschichte nun bedroht: Die Europäische Kommission legte einen Vorschlag vor, Sojaöl künftig als Rohstoff mit hohem Risiko für indirekte Landnutzungsänderungen (ILUC) einzustufen. Sojaöl ist ein Nebenprodukt der Sojaverarbeitung und wird vor allem zur Herstellung von Biodiesel genutzt. Die vorgesehene Einstufung würde bedeuten, dass Sojaöl nicht mehr für die Herstellung von Biodiesel genutzt werden dürfte und damit als wichtige erneuerbare Energiequelle wegfallen würde. Der Anbau zahlt sich für die Betriebe aber nur dann aus, wenn neben dem für Lebens- und Futtermittel gefragten Eiweiß auch der rund 20%ige Ölanteil genützt und vermarktet werden kann.
Allerdings ist diese Erfolgsgeschichte nun bedroht: Die Europäische Kommission legte einen Vorschlag vor, Sojaöl künftig als Rohstoff mit hohem Risiko für indirekte Landnutzungsänderungen (ILUC) einzustufen. Sojaöl ist ein Nebenprodukt der Sojaverarbeitung und wird vor allem zur Herstellung von Biodiesel genutzt. Die vorgesehene Einstufung würde bedeuten, dass Sojaöl nicht mehr für die Herstellung von Biodiesel genutzt werden dürfte und damit als wichtige erneuerbare Energiequelle wegfallen würde. Der Anbau zahlt sich für die Betriebe aber nur dann aus, wenn neben dem für Lebens- und Futtermittel gefragten Eiweiß auch der rund 20%ige Ölanteil genützt und vermarktet werden kann.
Ölmühlen laufen Sturm
Vor allem die heimischen Ölmühlen laufen Sturm gegen die EU-Politik. “Diese unverständlichen Vorschläge der EU-Kommission sind für uns dramatisch und existenzbedrohend. Ein erheblicher Anteil - in unserem Fall 80% - des erzeugten Sojaöls wird derzeit im Bereich erneuerbarer Energien eingesetzt. Wird dieser Absatzmarkt abgeschnitten, verlieren wir eine wesentliche Existenzgrundlage“, kritisierte Josef Willim von der BAG Ölmühle in Güssing.
Österreich lehnt den EU-Vorschlag mit Nachdruck ab. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat sich im Agrarministerrat klar dagegen ausgesprochen. Die Kommission fokussiere in der wissenschaftlichen Analyse primär auf südamerikanische Produktionsregionen, wurde kritisiert. LKO-Präsident Moosbrugger fordert eine Differenzierung je nach Herkunft.
Österreich lehnt den EU-Vorschlag mit Nachdruck ab. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat sich im Agrarministerrat klar dagegen ausgesprochen. Die Kommission fokussiere in der wissenschaftlichen Analyse primär auf südamerikanische Produktionsregionen, wurde kritisiert. LKO-Präsident Moosbrugger fordert eine Differenzierung je nach Herkunft.